Archiv der Kategorie: Fotosafari

Rot-Grün in Wien: die geheimen Pläne fürs zweite Jahr

geheim!Seit einem Jahr regiert in Wien eine rot-grüne Koalition und damit das blanke Entsetzen. Denn das von der Zahntechniker-Innung und dem Bund heimischer Hofratswitwentröster versprochene Chaos ist ausgeblieben. In Leserbriefen fragen besorgte Bürger zu recht:
Wofür haben wir in Wien eine linke Regierung gewählt, wenn es jetzt weder Haschtrafiken noch Straßenschlachten gibt?

Die Gebrüder Moped haben recherchiert und können die Stadt beruhigen. In den untersten Schubladen der Stadtregierung wurden für das zweite Regierungsjahr folgende Dossiers und Geheimpläne entdeckt:

Neue Arbeitsplätze? Nur für Ökos!
Ende der Videoüberwachung. Stattdessen kontrollieren Grün-Funktionäre den öffentlichen Raum für exorbitante Gehälter.

Massiver Ausbau des öffentlichen Verkehrs durch revolutionäre Maßnahmen:

Kulturpolitik: Radikale Umverteilung in der Popularmusik

Heteroverbot in den Wiener Bädern

Umsetzung des Zigarettenautomaten-Verbots.
Statt dessen flächendeckendes Angebot von Ersatz- und Substitutsprogrammen für die Betroffenen

Konstruktiver Kompromiss in der Minderheitenfrage:
Ein deutliches Ja zu Homophobie & Diskriminierung im öffentlichen Raum.
Aber: zweisprachig!

Multikulturelle Kost am Mittagstisch

Wien ist tot? Mitnichten!

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Das war’s also. Die Fußball-WM ist Geschichte. Europa stellt den neuen Worldcupsieger. Ghana ist Weltmeister der Mopeds. Und Nordkorea Weltmeister der Herzen. Zumindest für Kim Jong-Il.

Schluss mit Public Viewing im Wirtshaus deines Vertrauens, Schluss mit Biersaufen und Schirimeckern, Schluss mit maskulinem Klugscheißern und Abseitsregeltalk. Der Sommer ist gelaufen. Was bietet Wien nun eigentlich noch den Gebrüdern und ihren LeserInnen aus der Bundeshauptstadt? Wir haben uns umgesehen.

Mieten Sie sich doch einen günstigen Apostrophen …

… und pilgern Sie zu einem der gut besuchten Grätzelfeste der ÖVP Kaiserebersdorf!

Kapern sie Ihren örtlichen Kreisverkehr und suchen Sie nach Öl!

Laden Sie Damen aus dem nächst gelegenen PensionistInnenheim zu einem netten Videoabend, denn:

Oder Sie bleiben alleine, tun Ihre Kontaktunfreudigkeit schon am Hauseingang kund …

… und haben Spaß mit sich selbst:

Brems yourself!

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Ja, wir haben über unsere Verhältnisse gelebt. Die ganze Zeit und immer nur. Jetzt haben wir den Salat. Europäische VolksvertreterInnen erkennen zunehmend das Problem. Und wir – die Gebrüder mit selbstkritischen Namen – auch. Ein Blick in unser privates Fotoalbum hat uns die Augen geöffnet und gezeigt, dass wir es die letzten Jahre offensichtlich wirklich zu üppig krachen haben lassen.

Schluss damit! Wir verzichten im Interesse des Kollektivs von nun an – versprochen! – auf …

… kulinarische Double-Features der leckeren Sorte.

… kostenspielige Luxusgüter aus dem Wasserhahn.

… den unnötigen Erwerb mittelalterlicher Männer.

… verschwenderische Einweg-Party-Gimmicks.

… übertriebene Geschenke für unsere Großeltern.

… protzige Kleidung und teure Accessoires.

Macht es uns gleich und ihr werdet sehen: Alles halb so wild! Nach einigen Jahren Luxus-Verzicht können wieder die Sau aus dem Kerker holen und uns erneut der geliebten Götterspeise zuwenden.

Wir lassen uns sicher nicht papierln!

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So, jetzt haben wir für heuer unsere staatsbürgerliche Pflicht getan. Also 50% von uns – aber wer hätte vor kurzem noch gedacht, dass das gesamte Land wirklich Ernst macht mit Halbe-Halbe: Die eine Hälfte geht wählen, die andere liest derweil im Dichand’schen Demenz-Diary nach, wie sexy und wertvoll ihre eigene Demokratieverweigerung ist.

Jedenfalls können wir uns jetzt wieder den (noch) lustigeren Dingen des Lebens widmen. Z.B. jener Frau, welche unlängst ihren eigenen blunzenfetten Ehemann auf der Autobahn ausgesetzt hat, weil es ihr schlicht gereicht hat. Unserem Gusto nach sollten künftig ohnehin statt armer Hunderln und Haserln vermehrt innere Schweinehunde und postalkoholische Kater dort ihr Ausgedinge finden.

Hoch im Komoik-Kurs auch immer noch jene taghellen und mutigen US Bürger, die gegen eine zumindest halbwegs flächendeckende, solidarische Gesundheitsversorgung Demonstrationen organisieren und sogar Verfassungsklagen dagegen einbringen, dass Menschen zum Arzt gehen können – Recht so!

Moralisch kann das freilich nur bei uns in Österreich getoppt werden.
Nämlich von Salzburg und Rapid, wie wir hören. Beiden – auf ihr Scouting besonders stolzen – Klubs wurde nämlich weiland ein völlig unbrauchbarer Ballesterer namens Ivica Olic angeboten. Wie viele Türen schösse (im Sinne von: schießerte) der 3fache Torschütze des Champions-League Halbfinales schließlich gegen ADEG-Bundesliga-Gegner – DAS ist Solidarität mit den Mitbewerbern!

Und apropos Weltfußball:
Haben Sie schon alle 640 beisammen?

Als Kinder gefragt, was wir Moped-Brüder einmal werden wollten, schossen wir wie aus der Pez-Pistole: Panini-Pickerl!

Ja! Wir wollten schon als Kinder gesammelt, begehrt und gekauft werden!
So, wie wir das mit unseren Idolen getan haben.

Nicht von irgendwo besteht der gesamte Moped’sche Familiennachlass & -stolz aus den vollständig geklebten Alben 1978, 1982 und 2006. Dass Mama Moped unser ebenso volles Album aus ’74 versetzt hat, liegt leider an ihrem damals lockeren Verhältnis zum Thema Stoffwechsel (am Wiener Karlsplatz).

Wenn wir uns nun aber anschauen, was aus unseren einstigen Vorbildern geworden ist, wissen wir genau, warum wir uns letztendlich doch nie papierln haben lassen!

Die Reihe der unaufhaltsamen Abstiege einst ganz Großer ist Legion!
Da wäre zu nächst der unvergessliche Maradona!

Noch bevor der solchermaßen Heruntergekommene letztes Jahr den Unterhalt seiner Familie mit den „oral skills“ seiner Kritiker verdienen musste, schreckte er nicht zurück, in den 80ern des letzten Jahrhunderts seinen kleinen Bruder Hugo nach Österreich zu verkaufen – wir hoffen nur, dass Hugo kein Thema für Waltraud Klasnic wird!
Oder aber Andreas Ivanschitz

Der liebe, begabte Bub, dessen Karriere per Kapitänsernennung im Kindesalter von Johann K. eigenhändig kaputt gemacht wurde, hat es geschafft, von Athen bis Mainz zu bleiben, was er immer war: Ein Burgenländer.

Und nicht einmal das kann von diesem Mann behauptet werden:

Hüllen wir überall dort den Mantel des Schweigens darüber, wo er es nie schaffen wird!

Viel schlimmer aber noch hat es internationale Stars erwischt! Hier zum Beispiel Bernd Krauss:

In seinem ersten Spiel für Österreich (gegen Deutschland) schoss der ehemalige Deutsche prompt ein Tor – ein Eigentor. Aller Logik folgend wurde Herr Krauss nach getaner Arbeit wieder Deutscher …

Bedauernswerter fast nur diese Hero des runden Leders!

Auch dem montenegrinischen Ausnahmekicker, mehrfachen italienische Meister, zweifachen Champions-League-Sieger und Weltcup-Gewinner blieb ein grausames Schicksal nicht erspart: Er wurde am Ende seiner Karriere Rapidler!

Einzig dieser Mann aus der unvergesslichen Córdoba-Generation lässt damals wie heute unsere patriotischen Brüste schwellen, unsere Herzen großglocknerhoch schlagen – Sie ahnen, von wem die Rede ist!

Richtig! Josef „Sepp“ Stering – jener begnadete und international verehrte Kicker aus Pichling bei Köflach, dem als weltweit einzigen die Ehre zuteil wurde, ausgerechnet von Bonos Elitetruppe U2 einen Song gewidmet zu bekommen!
Wer erinnert sich nicht an den Megahit aus dem U2-Album „Hasta La Vista Baby!“:

Stering At The Sun!

Hören Sie sich das an und träumen Sie im Format 3:2!

Neulich in Venedig: John Porno und der Baldrian

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Immer dann, wenn die Möwe Baldrian –
die offensichtlich angetan
vom Fortschritte der Menschheit –
mit Getös’ und laut gen Wind schreit:
„Da bleib’ ich lieber noch im Nest
und wart’, dass Piero was vom Fischen lässt!
Zuerst die Arbeit, dann Vergnügen?
Mein Piero straft euch gerne Lügen!
Jagt ihr nur an meiner statt,
des Fischers Fang macht mich schon satt!
Fliegt ihr nur, ihr Artverwandten,
schabt die Flügel euch an scharfen Kanten!
Seufzer ob der kargen Stücke?
Ich hör sie nur von dieser Brücke!

Dieses ist die Stadt der Liebe –
Herrn Casanova knospten hier die Triebe!
Morgens grüßt er mich: >Bon Giorno!<
Worauf ich (lässig): >Tach, John Porno!<

Theater, Kirchen und Museen …
Was gibt es hier nicht zu sehen?!
Die Muse küsst mich mehrmals täglich –
Euer Raubfang? Arm und kläglich!

Seht nur hier den Sitz der Dogen!
Bildung bildet – ungelogen!
Politisch lügt auch hier man sich in Taschen
tax- und pfandfrei rechte Flaschen.

So wahr ich aber Balduin bin:
Dem Leben bringt Kultur erst Sinn!
So weit nun die Moral der G’schicht –
allein: Das füllt den Bauch noch nicht!
Ah! Da kommen meine Leute –
Gut gejagt und Schluss für heute?
Ihr habt viel? Soll mich nicht erschüttern –
ich lass mich dann von Piero füttern!
Der hat nix, und ihr habt’s gesehen?!
Und ihr werdet jetzt essen gehen?!
Und ihr nehmt mich auch gar nicht mit?!
Und wer nix tut, dem g’hört ein Tritt …?!“

Immer dann, wenn Piero heimkommt ohne Fang,
sitzt Baldrian am Baldachin und trutzt – ganz lang …

Wenn Mutter Mao liebt

[Unsere aktuelle Kolumne „fotosafari“ auf kabarett.at]

Wir – die Gebrüder mit dem fortschrittlichen Namen – wissen, wovon wir sprechen. Immerhin wurden wir in Kindheitstagen zu Jubelfesten in volksdemokratischer Manier angehalten, wenn unsere Mutter einmal im Jahr Bananen erwirtschaftet und diese der Biokolchose (vulgo Familie) liebevoll feilgeboten hatte. Und unserer Dankbarkeit mangelte es nicht an Authentizität. Wurden wir doch ansonsten aus Solidarität mit den Brudervölkern ausnahmslos mit russischem Ei und serbischer Bohnensuppe abgespeist. Kommunistisch korrekte Kollektivkost – mitten in Wien!

Ja, wir sind in linksextremen Verhältnissen aufgewachsen. Als Kinder zweier Alt69er – die 68er Bewegung war unseren Eltern zu kleinbürgerlich – bekamen wir Tauschware statt Taschengeld und feierten öfter die Geburtstage Breschnews und Castros als die von Sinowatz und Steger! Das prägt. Das nervt. Und baut Mauern um die jugendliche Entwicklung. Wie nämlich soll ein pubertierendes Brüderpaar sich altersgemäß gegen das Elternhaus erheben, wenn selbiges die Weltoffenheit offensichtlich für sich gepachtet hat? Wie sollten halbwüchsige Jungmopeds gegen Vater und Mutter gasgeben, wenn die eigenen ErzeugerInnen regelmäßig nach Demonstrationen vom Wachzimmer abgeholt werden mussten? Was willst du als Kind revolutionärer Eltern denselben dagegenhalten?

Wir wissen es! Hier einige Basics, wie Sie – auch im fortgeschrittenen Alter – Ihren in die Jahre gekommenen Hippie-Eltern noch gezielt einen Schlagbaum aufstellen:

Überspielen Sie die Kassetten Ihrer Mutter mit einem konterrevolutionären Act Ihrer Wahl!

Erinnern Sie Ihren Vater regelmäßig daran, wer den Boxkampf zwischen Rocky Balboa und Ivan Drago gewonnen hat!

Suchen Sie sich einen angemessenen Freundeskreis!

Meiden Sie öffentlich-rechtliches Fernsehen und treten Sie entsprechenden Fanclubs bei!

Wählen Sie geschickt Ihre Muttertagsgeschenke aus!

Eine undezente Prise Hirnlosigkeit, möglichst kurzes Haar, Springer-Stiefel, Springer Medien – unbedingt aber: Segnen Sie Ihre Eltern, wenn sie Ihren Aufstand beklagen. Ein „Geht’s scheißen!“ würde lediglich ihr antiautoritäres Herz erblühen lassen.
Haben Sie das jetzt endlich widerstanden?

Unser Hippie Onkel Hans und seine Grundkonsens-Schickeria

[Unsere aktuelle Kolumne „fotosafari“ auf kabarett.at]

Wer hätte das gedacht:
WIR haben mehr Oskars als olympische Herren-Skimedaillen.Aber WIR wollen hier nicht weiter Bennie-bashen, schließlich wäre auch UNSEREN Curling-Cracks keine Krone aus dem Backenzahn gefallen, wenn sie UNS erwartungsgemäß zu höheren Ehren gewischt hätten. Außerdem holen WIR das im nächsten „Olympia“-Sommer in den Bewerben „Wehrsport“ und „Schlagend Verbinden“ locker wieder auf!

Aber apropos Krone:
Der defacto Staats- und Regierungschef UNSERES schönen Landes (Berge, Natur!) litt die letzten Tage unverblümt an Schnupfen, da sich die Kandidatin für den de jure Staatschefposten zu schlampert von dieser dings … na! … die … „Vergangenheit“ – genau, das war’s! – distanziert hat.
Aber dem sozialromantischen Hippie-Onkel und seiner Grundkonsens-Schickeria hat sie’s gezeigt, UNSERE Babsi! Könnt’ ja jeder daherkommen und Erklärungen verlangen.
Aber gut, weil Du’s bist, Oheim!
Wenn Du mir mit dem A… ins Gesicht fährst, dann fahr ich Dir gern mit dem Gesicht in den A… – machma:
Na und dann hat sie, die Babsi – eidesstattlich und notariell überwacht – mit einer Inbrunst eine zukunftsweisende Lesung wider die Dings gehalten, dass es der Leserbriefseiten nur so die Red’ verschlagen hat: Bist du, bist du!
Wenn der Oberdings, … der mit der gestutzten Rotzbremse, das damals gehört hätte, hätt’ er sich nachher nicht auf die schlechten asiatischen Winterreifen im späteren Wolgograd ausreden müssen, sondern wär’ gleich z’ausblieben und hätte die Sendung „Zeichnen, Malen, Formen“ erfunden!
Und der Onkel war gleich den Schnupfen los! (Nur vom Lesen! Da werden wir wohl an einer Seligsprechung nicht vorbeikommen.)

Na und jetzt, wo UNSERE Babsi auf so hohem Niveau sich selbst und ihren Mann gleich dazu bewältigt hat, werden die Probleme Hypo-Skandal, 400.000 österreichische Arbeitslose und der schlechte Frühjahrsstart der Rapid gleich mit rechts gelöst, gelt, Babsi?
WIR dürfen schließlich nicht vergessen, dass UNSERE Mutterkranz schließlich auch noch andere Sorgen hat: Die Gemeinderatswahlen in Niederösterreich am 14. März.
Dort steht sie nämlich ihrer widerrufenen Gesinnungsgemeinschaft vor und bildet die stahlblaue Speerspitze.
Es wird also in den einzelnen Gemeinden neu gewählt – nicht innerhalb der Landes- oder gar Bundesgrenzen. Daher plakatiert Babsis Partei hier auch konsequent und richtig:


Denn zwischen den einzelnen Gemeinden in Niederösterreich muss offenbar ein fürchterlicher Bruderzwist ausgebrochen sein!
Immer wieder hört man von illegalen Grenzübertritten von Schmarotzern fremder Gemeinden! Immer mehr Scheinehen werden geschlossen, um sich das Aufenthaltsrecht in der Nachbargemeinde zu erschleichen!
Wacker versucht man, die Grenzen zu sichern, in dem der Assistenzeinsatz der Freiwilligen Feuerwehren ausgeweitet wird, um mit Wasserwerfern und Gulaschkanonen die illegalen Übertritte zu verhindern. Doch leider aussichtslos!

Trotz Nachtsichtgeräten kommt es immer wieder vor, dass hinterfotzige Fremdburschen mit immer gefinkelteren Tricks (Leitern!) sich den Weg in die Mansarden der schönen Gemeindemädchen ebnen, um schließlich dort Asylmissbrauch in den sozialen Hängematten zu treiben!

Und während man etwa noch zwischen Sebenstein und Neunkirchen auf ökologische Schutzwalltechnologie setzt (der Pitten-Bach), geht man in der weinviertler Gemeinde Obersiebenbrunn schon weiter und hat gegen Untersiebenbrunn eine Mauer errichten lassen, auch wenn der Gemeindevorstand gegenüber der Untersiebenbrunner Feindpresse noch vor ein paar Tagen verlauten ließ:

„Ich verstehe Ihre Frage so, dass es in Untersiebenbrunn Menschen gibt, die wünschen, dass wir die Bauarbeiter von Obersiebenbrunn dazu mobilisieren, um eine Mauer aufzurichten. Mir ist nicht bekannt, dass eine solche Absicht besteht. Die Bauarbeiter unseres Obersiebenbrunn beschäftigen sich hauptsächlich mit Wohnungsbau, und ihre Arbeitskraft wird dafür voll eingesetzt. Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!“

Wie viele Menschen dadurch von einem Tag auf den anderen getrennt wurden – Gott weiß es.
Mütter und Töchter, Neffen und Onkeln, Männer und Frauen, Padres und Buben!
Wie groß muss die Verzweiflung sein, wenn für die Lieben auf der anderen Seite nichts bleibt, als Parolen an der Mauer!

Und statt dass die junge, knospende Liebe zart sich den Weg durch Blümchenkleid und Schamesröte bahnt, und er leise in ihr Ohr haucht „Scheiß BH-Verschluss!“, müssen die Kinder der Sonne sich ihrer gegenseitigen Liebe durch Mauerparolen vergewissern.

Wenn er schreibt:

Und sie liebestrunken, vor Sehnsucht vergehend antwortet:

Wir sind ja keine Anhänger vom Dings … nie gewesen! … aber seien wir uns ehrlich:
Ein kleiner Kohl g’hörert wieder her!!
Ein Rosenkohl, gelt, Babsi?

Eiskalt wie ein Profikiller und lang wie die Achselhaare von Nena

Sehr geehrter Herr Winter!

Es wird Zeit, mit Ihnen einmal Tacheles zu reden!
Normalerweise ist das nicht unsere Art, aber wir Gebrüder Moped scheuen den Konflikt auch nicht und werden Ihnen jetzt einmal so einiges ins Stammbuch schreiben.
Sie sind kalt wie das Herz von Hänsel & Gretels Eltern und darüber hinaus lang wie die Achselhaare von Nena (Stand 1984)!
Sie spielen monatelang die Graue Eminenz und sind ganztags schirch wie die Nacht.
Sie gefallen sich unheimlich darin, mit Ihrem kalten, weißen rachitischen Auswurf monatelang auf uns zu zielen – und wer räumt den Dreck wieder weg, ha!? Niemand, denn sogar so genannte Olympische Winterspiele werden darauf ausgetragen, nur um die österreichische Herren-Skinationalmannschaft zu demütigen. Bennie-Bashing nennt man so was. Wir haben sogar gehört, dass man bei nasalem Konsum davon vollkommen ruinierte Schleimhäute davonträgt.
Und die Heizkosten! Sie sind doch bitte generell eine CO2-Schleuder, dass eine Kiwi neben Ihnen zur Miss Weltfrieden mutiert.
Textiltechnisch kann man sich wegen Ihnen anbampfen, dass es eine Art ist, und der reizvolle Unterschied zwischen Mann und Frau unter Tonnen an Kleidung verblasst, wie ein selbstgebatiktes T-Shirt unter der Kretischen Sommersonne. Aber davon haben Sie Ignorant ja keine Ahnung – Sie müssen ja nicht als wattiertes Michelin-Maxl herumrennen.
Wissen Sie was, für Sie kann man sich eigentlich ständig immer nur fremdschämen …

Der ganze Brief an Herrn Winter findet sich in unserer aktuellen Kolumne „fotosafari“ auf kabarett.at.

Kokain Dill für alle – 4 Forderungen für eine perfekte Welt

Das Jahr 2010 hat kaum begonnen, und schon werden wir uns der gesamten Tragweite dessen voll bewusst, was alles dräut.

  • Elvis wird 75.
  • Die Ö1 Nachrichten zur vollen Stunde dauern nur noch 3 Minuten.
  • Der ORF-teletext dagegen schon 30 verpixelte Jahre (während andernorts am Küniglberg der Messias chilt).
  • Wir werden nicht Fußballweltmeister.
  • Essen ist Kultur(!)Hauptstadt Europas.
  • Und das internationale UNO-Jahr der Biodiversität startet mit der Zellteilung jener Partei, die einen offiziell für zu blöd zum Bestraftwerden erklärten Landeshauptmann stellt.
  • Außerdem hat uns irgend so ein Ungustl beim Kiwiessen gesagt, dass 1kg Kiwi genau so viel CO2 produziert, wie 1,2t steirische Äpfel – war das wirklich notwendig?

In Summe müssen wir also unserem Vorgänger (siehe Foto) leider schlicht rechtgeben.

So kann’s aber nicht weitergehen, und wir erlauben uns einen Forderungskatalog an das restliche Jahr 2010 zu stellen – und zwar hier, in unserer aktuellen Kolumne „fotosafari“ auf kabarett.at!

Miss-Verständnis! Politik mit Model-Charakter

„Also ich find’s eigentlich ein Wahnsinn, dass für so Sachen wie 20 Jahre Mauerfall oder das Haydn-Jahr 2009 so viel Steuergeld rausgehaut wird! Ich mein’, da gibt’s ja auch noch andere Sachen, die gesellschaftlich viel wichtiger waren. Bitte allein die heurigen 50-Jahre Jubiläen: Barbie UND Fischstäbchen! (Und Laaerberg-Bad!! Anm. d. Red.) An sowas denkt wieder keiner!“ Jessica W. (Miss Wundschuh 2005)

Hier geht’s zur ganzen fotosafari-Kolumne auf kabarett.at.