Die blaue Europapartei

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Nur weil die FPÖ den Begriff Öxit geprägt hat, will die linkslinke Schickeria nun die umstrittene Heimatpartei ins antieuropäische Eck drängen. Schwachsinn! Natürlich ist die FPÖ eine lupenreine Europapartei, da wetten wir jeden Schilling darauf. Man beachte die zunehmende europaweite Vernetzung der Blauen, insbesondere mit der deutschen Bruderpartei AfD. Die “Alternative für Deutschland” und die FPÖ rücken unübersehbar zusammen. Ursprünglich hatte man sogar einen Zusammenschluss ins Auge gefasst, den das System skrupellos verhinderte. Der gemeinsame Parteiname ist seit 1945 verboten.

Der Auftakt zur neuen Liebschaft gestaltete sich nicht unkompliziert. Strache und Petry waren bei ihrem ersten Treffen voneinander doch einigermaßen entsetzt: Du meine Güte, ein Ausländer! Mittlerweile klappt der gemeinsame Kurs: Man teilt sich zusammen ein Gehirn. Offensichtlich mischt Nicht-Kanzler und Nicht-Bürgermeister Strache nach seinen heimatlichen Misserfolgen nun vermehrt in der deutschen Politik mit. Historisch brisant. Hat er doch glatt die Geschichte mit der Kunstakademie übersprungen.

Leider hat die Zusammenarbeit von FPÖ und AfD ein Ablaufdatum. Wenn beide Parteien in ihren Ländern erst einmal regieren, wird es schwierig mit den regelmäßigen Treffen. Trennt die beiden Staaten dann nicht ein unüberwindbarer Zaun?

Diese Kolumne ist erschienen am 15.10.2016 in Der Moment 16/3 – Momentum – Kongress für kritische Wissenschaft)

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