Ein eigenartiger Ungustl

wsk1Unsere Kolumne Jausengegner in den Alszeilen des Wiener Sportklub: Heimspiel vom 16.09.16 gegen Amstetten

 

Heute kommt Amstetten. Willkommen!

Freilich sollten wir ihm keine Absicht unterstellen, aber er ist schon ein eigenartiger Ungustl mit seltsamen Anwandlungen.

Er hebt die Ferien auf ohne einen Ansatz von Entschädigung.
Er macht mehr Arbeit, aber die Tage kürzer.
Er will, dass wir uns anders anziehen. Immer mehr.
Er sticht dir schon einmal einen lebensmüden Drachen ins Aug.
Er ist leicht verschnupft.
Er vermehrt den Verkehr, aber die Baustellen lässt er uns noch.
Er erklärt die Saison für frisches Obst für beendet.
Er steht humorlos für den “Ernst des Lebens”.
Er fordert höhere Energiekosten. In jeder Hinsicht.
Er greift durchaus gern in den Gatsch.
Und entgegen aller Landläufigkeit: Er macht überhaupt nichts bunt, sondern tunkt alles bisherige Bunt in möchtegernfarbigen Rost.
Er macht einfach keinen Spaß.
Es ist schlicht ein Kreuz mit ihm. Obwohl: Nicht einmal das mit dem Kreuz will ihm heuer so richtig gelingen.

Es soll ja ernsthaft Menschen geben, die den Herbst mögen. Aber es gibt ja auch Menschen, die Reiswaffeln mögen.

Vielleicht sind diese Herbstmöger ja all jene Fans, die sich schlicht darüber freuen, dass der Herbst doch eine Königsdisziplin beherrscht: Den Fußball wieder ins Land zu bringen. Mit einem Haufen spannender Spiele und verschwenderisch vielen Punkten für den eigenen Verein.

Lassts es bitte endlich herbsteln.
Come on, Sportklub!

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