Im Hühnerparadies

Unsere Kolumne Jausengegner in den Alszeilen des Wiener Sport-Club: Heimspiel am 03.11.17 gegen die Admira Juniors

Heute kommt die Admira. Willkommen! Alle Wege führen nach Dornbach, nona. Wenn man nun den mit dem 43er zum Match nimmt, kommt man auf der Hernalser Hauptstraße an einem der begrifflich spannendsten Orte Wiens vorbei. Nämlich am “Hühnerparadies”. Ein auf Geflügel, aber auch Fisch und Vegetarisches spezialisiertes Schnellrestaurant, das durch seine freundliche Führung, leiwande Qualität der Ware, Sauberkeit, wohlfeilen Preise besticht und entsprechend gut frequentiert ist. Aus der Perspektive sowohl der Kundschaft, als auch der Betreibenden, wird der Laden seinem Namen also genüsslich gerecht – ein Hühnerparadies eben. Was andererseits aber den Standpunkt der Hendeln betrifft, hätten diese sicher massive Einwände und noch so manchen Optimierungsvorschlag für die Beschaffenheit eines geflügelgerechten Gartens Eden.

Das erinnert dann an die verbürgte Anekdote eines lieben Freundes auf der Friedhofstribüne: Nach der Installierung von SchwarzBlau in Oberösterreich erhielt eine sozial unterstützte Dame einen Brief einer Landesbehörde, den diese inhaltlich nicht erfassen konnte. Daher wendete sie sich an einen Sozialarbeiter, der dabei behilflich sein sollte. Und er übersetzte ihr den Inhalt des Schreibens der nunmehr schwarzblau geführten Sozialbehörde ins Begreifliche. Dass die finanzielle Unterstützung für die Bezieherin nämlich ab sofort empfindlich gekürzt würde. Bass erstaunt und wütend über die schlechte Nachricht, hob die Frau nun zum zornigen Konter an: “Das ist ja eine Frechheit! Das nächste Mal wähl ich den Strache!”

Der Standpunkt bestimmt die Perspektive. Zumindest bei den Henderln.

Come on, Sport-Club!

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