Wenn Mutter Mao liebt

[Unsere aktuelle Kolumne „fotosafari“ auf kabarett.at]

Wir – die Gebrüder mit dem fortschrittlichen Namen – wissen, wovon wir sprechen. Immerhin wurden wir in Kindheitstagen zu Jubelfesten in volksdemokratischer Manier angehalten, wenn unsere Mutter einmal im Jahr Bananen erwirtschaftet und diese der Biokolchose (vulgo Familie) liebevoll feilgeboten hatte. Und unserer Dankbarkeit mangelte es nicht an Authentizität. Wurden wir doch ansonsten aus Solidarität mit den Brudervölkern ausnahmslos mit russischem Ei und serbischer Bohnensuppe abgespeist. Kommunistisch korrekte Kollektivkost – mitten in Wien!

Ja, wir sind in linksextremen Verhältnissen aufgewachsen. Als Kinder zweier Alt69er – die 68er Bewegung war unseren Eltern zu kleinbürgerlich – bekamen wir Tauschware statt Taschengeld und feierten öfter die Geburtstage Breschnews und Castros als die von Sinowatz und Steger! Das prägt. Das nervt. Und baut Mauern um die jugendliche Entwicklung. Wie nämlich soll ein pubertierendes Brüderpaar sich altersgemäß gegen das Elternhaus erheben, wenn selbiges die Weltoffenheit offensichtlich für sich gepachtet hat? Wie sollten halbwüchsige Jungmopeds gegen Vater und Mutter gasgeben, wenn die eigenen ErzeugerInnen regelmäßig nach Demonstrationen vom Wachzimmer abgeholt werden mussten? Was willst du als Kind revolutionärer Eltern denselben dagegenhalten?

Wir wissen es! Hier einige Basics, wie Sie – auch im fortgeschrittenen Alter – Ihren in die Jahre gekommenen Hippie-Eltern noch gezielt einen Schlagbaum aufstellen:

Überspielen Sie die Kassetten Ihrer Mutter mit einem konterrevolutionären Act Ihrer Wahl!

Erinnern Sie Ihren Vater regelmäßig daran, wer den Boxkampf zwischen Rocky Balboa und Ivan Drago gewonnen hat!

Suchen Sie sich einen angemessenen Freundeskreis!

Meiden Sie öffentlich-rechtliches Fernsehen und treten Sie entsprechenden Fanclubs bei!

Wählen Sie geschickt Ihre Muttertagsgeschenke aus!

Eine undezente Prise Hirnlosigkeit, möglichst kurzes Haar, Springer-Stiefel, Springer Medien – unbedingt aber: Segnen Sie Ihre Eltern, wenn sie Ihren Aufstand beklagen. Ein „Geht’s scheißen!“ würde lediglich ihr antiautoritäres Herz erblühen lassen.
Haben Sie das jetzt endlich widerstanden?

Grasser zum besten Menschen gewählt

Wir haben die Worte des ehemaligen Finanzministers durch den Haushaltsmixer gejagt.

Hier geht’s zu weiteren Video-Remixes.

Video @ Youtube: Grasser zum besten Menschen gewählt
Mixer-Foto: flickr (CC) by Angela Shupe

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Unser Hippie Onkel Hans und seine Grundkonsens-Schickeria

[Unsere aktuelle Kolumne „fotosafari“ auf kabarett.at]

Wer hätte das gedacht:
WIR haben mehr Oskars als olympische Herren-Skimedaillen.Aber WIR wollen hier nicht weiter Bennie-bashen, schließlich wäre auch UNSEREN Curling-Cracks keine Krone aus dem Backenzahn gefallen, wenn sie UNS erwartungsgemäß zu höheren Ehren gewischt hätten. Außerdem holen WIR das im nächsten „Olympia“-Sommer in den Bewerben „Wehrsport“ und „Schlagend Verbinden“ locker wieder auf!

Aber apropos Krone:
Der defacto Staats- und Regierungschef UNSERES schönen Landes (Berge, Natur!) litt die letzten Tage unverblümt an Schnupfen, da sich die Kandidatin für den de jure Staatschefposten zu schlampert von dieser dings … na! … die … „Vergangenheit“ – genau, das war’s! – distanziert hat.
Aber dem sozialromantischen Hippie-Onkel und seiner Grundkonsens-Schickeria hat sie’s gezeigt, UNSERE Babsi! Könnt’ ja jeder daherkommen und Erklärungen verlangen.
Aber gut, weil Du’s bist, Oheim!
Wenn Du mir mit dem A… ins Gesicht fährst, dann fahr ich Dir gern mit dem Gesicht in den A… – machma:
Na und dann hat sie, die Babsi – eidesstattlich und notariell überwacht – mit einer Inbrunst eine zukunftsweisende Lesung wider die Dings gehalten, dass es der Leserbriefseiten nur so die Red’ verschlagen hat: Bist du, bist du!
Wenn der Oberdings, … der mit der gestutzten Rotzbremse, das damals gehört hätte, hätt’ er sich nachher nicht auf die schlechten asiatischen Winterreifen im späteren Wolgograd ausreden müssen, sondern wär’ gleich z’ausblieben und hätte die Sendung „Zeichnen, Malen, Formen“ erfunden!
Und der Onkel war gleich den Schnupfen los! (Nur vom Lesen! Da werden wir wohl an einer Seligsprechung nicht vorbeikommen.)

Na und jetzt, wo UNSERE Babsi auf so hohem Niveau sich selbst und ihren Mann gleich dazu bewältigt hat, werden die Probleme Hypo-Skandal, 400.000 österreichische Arbeitslose und der schlechte Frühjahrsstart der Rapid gleich mit rechts gelöst, gelt, Babsi?
WIR dürfen schließlich nicht vergessen, dass UNSERE Mutterkranz schließlich auch noch andere Sorgen hat: Die Gemeinderatswahlen in Niederösterreich am 14. März.
Dort steht sie nämlich ihrer widerrufenen Gesinnungsgemeinschaft vor und bildet die stahlblaue Speerspitze.
Es wird also in den einzelnen Gemeinden neu gewählt – nicht innerhalb der Landes- oder gar Bundesgrenzen. Daher plakatiert Babsis Partei hier auch konsequent und richtig:


Denn zwischen den einzelnen Gemeinden in Niederösterreich muss offenbar ein fürchterlicher Bruderzwist ausgebrochen sein!
Immer wieder hört man von illegalen Grenzübertritten von Schmarotzern fremder Gemeinden! Immer mehr Scheinehen werden geschlossen, um sich das Aufenthaltsrecht in der Nachbargemeinde zu erschleichen!
Wacker versucht man, die Grenzen zu sichern, in dem der Assistenzeinsatz der Freiwilligen Feuerwehren ausgeweitet wird, um mit Wasserwerfern und Gulaschkanonen die illegalen Übertritte zu verhindern. Doch leider aussichtslos!

Trotz Nachtsichtgeräten kommt es immer wieder vor, dass hinterfotzige Fremdburschen mit immer gefinkelteren Tricks (Leitern!) sich den Weg in die Mansarden der schönen Gemeindemädchen ebnen, um schließlich dort Asylmissbrauch in den sozialen Hängematten zu treiben!

Und während man etwa noch zwischen Sebenstein und Neunkirchen auf ökologische Schutzwalltechnologie setzt (der Pitten-Bach), geht man in der weinviertler Gemeinde Obersiebenbrunn schon weiter und hat gegen Untersiebenbrunn eine Mauer errichten lassen, auch wenn der Gemeindevorstand gegenüber der Untersiebenbrunner Feindpresse noch vor ein paar Tagen verlauten ließ:

„Ich verstehe Ihre Frage so, dass es in Untersiebenbrunn Menschen gibt, die wünschen, dass wir die Bauarbeiter von Obersiebenbrunn dazu mobilisieren, um eine Mauer aufzurichten. Mir ist nicht bekannt, dass eine solche Absicht besteht. Die Bauarbeiter unseres Obersiebenbrunn beschäftigen sich hauptsächlich mit Wohnungsbau, und ihre Arbeitskraft wird dafür voll eingesetzt. Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!“

Wie viele Menschen dadurch von einem Tag auf den anderen getrennt wurden – Gott weiß es.
Mütter und Töchter, Neffen und Onkeln, Männer und Frauen, Padres und Buben!
Wie groß muss die Verzweiflung sein, wenn für die Lieben auf der anderen Seite nichts bleibt, als Parolen an der Mauer!

Und statt dass die junge, knospende Liebe zart sich den Weg durch Blümchenkleid und Schamesröte bahnt, und er leise in ihr Ohr haucht „Scheiß BH-Verschluss!“, müssen die Kinder der Sonne sich ihrer gegenseitigen Liebe durch Mauerparolen vergewissern.

Wenn er schreibt:

Und sie liebestrunken, vor Sehnsucht vergehend antwortet:

Wir sind ja keine Anhänger vom Dings … nie gewesen! … aber seien wir uns ehrlich:
Ein kleiner Kohl g’hörert wieder her!!
Ein Rosenkohl, gelt, Babsi?

Eiskalt wie ein Profikiller und lang wie die Achselhaare von Nena

Sehr geehrter Herr Winter!

Es wird Zeit, mit Ihnen einmal Tacheles zu reden!
Normalerweise ist das nicht unsere Art, aber wir Gebrüder Moped scheuen den Konflikt auch nicht und werden Ihnen jetzt einmal so einiges ins Stammbuch schreiben.
Sie sind kalt wie das Herz von Hänsel & Gretels Eltern und darüber hinaus lang wie die Achselhaare von Nena (Stand 1984)!
Sie spielen monatelang die Graue Eminenz und sind ganztags schirch wie die Nacht.
Sie gefallen sich unheimlich darin, mit Ihrem kalten, weißen rachitischen Auswurf monatelang auf uns zu zielen – und wer räumt den Dreck wieder weg, ha!? Niemand, denn sogar so genannte Olympische Winterspiele werden darauf ausgetragen, nur um die österreichische Herren-Skinationalmannschaft zu demütigen. Bennie-Bashing nennt man so was. Wir haben sogar gehört, dass man bei nasalem Konsum davon vollkommen ruinierte Schleimhäute davonträgt.
Und die Heizkosten! Sie sind doch bitte generell eine CO2-Schleuder, dass eine Kiwi neben Ihnen zur Miss Weltfrieden mutiert.
Textiltechnisch kann man sich wegen Ihnen anbampfen, dass es eine Art ist, und der reizvolle Unterschied zwischen Mann und Frau unter Tonnen an Kleidung verblasst, wie ein selbstgebatiktes T-Shirt unter der Kretischen Sommersonne. Aber davon haben Sie Ignorant ja keine Ahnung – Sie müssen ja nicht als wattiertes Michelin-Maxl herumrennen.
Wissen Sie was, für Sie kann man sich eigentlich ständig immer nur fremdschämen …

Der ganze Brief an Herrn Winter findet sich in unserer aktuellen Kolumne „fotosafari“ auf kabarett.at.

Bist Sportklub oder Vienna?

Nachdem die Rapid-Fans die violette 2010er Autobahnvignette auf den Kopf stellen und sich der Austria-Anhang darüber aufpudelt, haben wir – die Gebrüder mit dem sportlichen Namen – uns längst die Vignetten fürs kommende Jahr gecheckt.

Unser kleiner Bruderzwist in Sachen Wiener Fußball macht uns jedoch Kopfzerbrechen. Welches der beiden Schmuckstücke sollen wir 2011 auf unsere Limousinen pappen?

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[Update 2011]: Die Umfrage ist abgeschlossen. Die Moped-Buam gratulieren dem Wiener Sportklub und bedanken sich bei allen VoterInnen mit einem herzlichen „Es gibt nur ein Wiener Derby!“.

Bist du Hauptabendprogramm?

Nachdem wir unser aktuelles Programm „Bist du Moped!“ in dieser Saison bisher nur zu später Stunde (Latenight @ Kabarett Niedermair) gespielt haben, möchten wir schon jetzt auf die derzeit einzige Aufführung im Hauptabendprogramm hinweisen:

Gebrüder Moped: „Bist du Moped!“
Freitag, 21. Mai 2010
Gruam

Wagramer Straße 109, 1220 Wien
Beginn: 19.30
Tickets: gruam.at
facebook

Achtung: In die Gruam passen nur 40 Menschen. Rechtzeitiges Reservieren ist demnach schwer empfohlen.

Wieviel Bier verträgt ein Jahr?

Wie schon im Vorjahr haben wir auch heuer wieder die Ehre & Freude, beim Flüchtlingsball im Wiener Rathaus – am Freitag, 12.02.10 – die Tombola zu moderieren. Sprich: Die Mopeds bringen massiv Geschenksgut unters Volk und sind entzückt von der Qualität und Kreativität der UnterstützerInnen dieser wichtigen Veranstaltung.

Neben iPods, Swatch-Uhren, KTM-Citybikes und Kellereiführungen sticht uns – den Gebrüdern mit dem massentauglichen Namen – vor allem ein Preis gezielt ins simpel gestrickte Auge: Schwechater liefert einem/r der GewinnerInnen einen „Jahresbedarf an Bier„.

Wir wissen, dass dieser Preis von den GeberInnen definiert & begrenzt (und trotzdem nicht von schlechten Eltern) ist, und fragen uns dennoch in kindlicher Manier: Was ist eigentlich genau ein „Jahresbedarf“ an Bier?

Jede Woche eines? Jeden Tag eines? Jeden Tag zehn? Was sagt das trinkende Volk?

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Aktion Kuschelkurs | Gratis zu Gebrüder Moped!

Selbstbefriedigung und Massenschlägereien sind out. Manches im Leben macht nur zu zweit Spaß. Zum Beispiel ein Besuch bei den Gebrüdern mit dem seltsamen Namen.

Die Mopeds geben sich in bester Geberlaune und rufen euphorisch in die Welt: Bring your friend!

Wer bei uns ein Ticket (13,-) für die Aufführung „Bist du Moped!“ am Samstag, 13.02.10 (22:00) im Kabarett Niedermair mit dem Betreff „Aktion Kuschelkurs“ reserviert,

  • … bekommt ein zweites Ticket gratis (!) dazu,
  • … mailt seine Bestellung an franz.stanzl@medienmanufaktur.com
  • … und: hat’s generell gut.

So lange der Vorrat reicht!

Gebrüder Moped: „Bist du Moped!“
Samstag, 13.02.10 | 22:00 Uhr
Wien | Kabarett Niedermair
Lenaugasse 1a, 1080 Wien
niedermair.at | facebook | Premierenkritk