Wende-Wendy und Vize-Witze

Unsere Kolumne Jausengegner in den Alszeilen des Wiener Sport-Club: Heimspiel am 16.03.18 gegen SC Neusiedl am See 1919

Heute kommt Neusiedl/Nezsider/Niuzalj. Willkommen! Jetzt aber. Nachdem sich der Winter noch einmal ordentlich die Kante gegeben und der Lenz letztlich den richtigen Sektor gefunden hat, steht der Heimsaisonstart geschnäuzt und gekampelt mit der Wuchtel bei Fuß.

Und gut, dass zwischenzeitlich kein neues Staatslenkungsteam angetreten ist, das uns mit Faxen und Flausen auf ungute Weise den Blick aufs Wesentliche vergällt hätte – den Fußball.

Hätte ja auch ein neuer Innenminister antraben können, um uns mit seinem rossapfelfeuchten Traum von der Wende-Wendy eine berittene Polizei bescheren zu wollen.

Oder ein strammer Firmling, der als geistiger Ziehsohn seines mascherltragenden Patenonkels Österreich (sic!) vor importiertem (sic!) Antisemitismus warnt.

Während nämlich gleichzeitig auf dem Gebiet der Ostliga fesche Liederbuchsänger auf die siebte Million ihre Humpen heben.

Oder ein Vizefirmling, der als etablierter, offizieller Machthaber offen den öffentlich rechtlichen Rundfunk der Lüge bezichtigt, während er einem seit zehn Jahren offiziell anerkannten Staat die Existenz abspricht.

Oder eine lustige Blondine zuständige Ministerin dafür werden können, bereits beschlossene Nichtraucherschutzgesetze als grauslich rückgängig zu machen.

Oder ein Abteilungsleiter West einer Regierungspartei ein Bild vom Herrn Schicklgruber verschicken, weil er ihn vermisst, da Deutschland ihn doch brauche.

Oder am Weltfrauentag die zuständige Ministerin Solidarität unter den Frauen einfordern, um das Frauenvolksbegehren dann nicht zu unterschreiben.

Oder einen “Familienbonus” einführen, der Mehrverdienenden mehr, aber Wenigerverdienenden weniger gibt.

Denn das wäre doch bloß eines: Satire :-)

Drum wieder zum Wichtigsten:
Come on, Sport-Club!