6:5, 6:7, 3:1 – Danke!

Wiener SportklubUnsere Kolumne Jausengegner in den Alszeilen des Wiener Sportklub: Ausgabe vom 26.04.2013 | Heimspiel gegen SC Ritzing

Heute kommen die Ritzinger. Ritzing hat ziemlich sehr genau so viele EinwohnerInnen, wie der Sportklub ZuschauerInnen pro Match – knapp unter 1.000 (Gesamtschnitt).
Die Vorstellung, dass sich in jeder Runde der Ostliga-Meisterschaft die gesamte Gemeinde Ritzing mit Kind, Kegel und Kia-SUV zusammenpackt, um in aller Sportklub-Treue nach Mattersburg. Retz oder Dornbach zu wallfahrten, hat etwas von anheimelnder Sicherheit und romantischem Wald- und Wiesen-Vagabundentum eines gallischen Dorfes. In unserer unsteten Zeit ist das ein Bild, in welches man sich in Embryonalstellung kuscheln will.
Und doch trügt diese Sicherheit: Schließlich wäre Ritzing damit jede Woche ein im Wortsinn offenes Scheunentor für Räuber – ohne Gendarm! Der Dorfschmied mit der Sportklub-Army in Floridsdorf und schwupp, schon ist sein Hammer gestohlen! Mit einer der Gründe, warum man sich im schönen Burgenland so lange und vehement für die Verlängerung des Assistenzeinsatzes des Bundesheeres eingesetzt hat. (Auch, wenn dafür Landsmann Darabos seinen Leib verlassen musste.) Aber gottseidank ging bisher in jeder Runde alles gut. Mögen sie nur lachen, die Spötter, doch seit dem Kauf der Eurofighter ist Ritzing während eines Sportklub-Matches kein einziges Mal überfallen worden!

„Ritzing“ nennt man im Kroatischen übrigens „Ricinja“ (was keinesfalls zu verwechseln ist mit dem berühmten griechischen Philosophen).
Ritzing schreibt man also einerseits mit „tz“ und andererseits mit „c“. Das ist aber den allermeisten RitzingerInnen herzlich egal. Wäre ja auch albern, sich an solchen buchstäblichen Spitzfindigkeiten zu reiben, anstatt Woche für Woche mit der Mannschaft zu pilgern, nicht?

Come on, Sportklub!

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