Armin Wolf und ein handelsübliches Loch

wsk1Unsere Kolumne Jausengegner in den Alszeilen des Wiener Sportklub: Heimspiel vom 19.08.2016 gegen SC Neusiedl

Heute kommt Neusiedl. Und heute ist der 19. August. Früher war heute immer Sommerloch. Das ist jetzt anders. Denn erstens reden wir heuer von “Perma-April” und nicht von Sommer. (Der soll sich einmal ein Vorbild an seinem Kollegen vom Vorjahr nehmen.) Zweitens ist dieses Jahr auch kein Loch. Handelsüblich war um diese Zeit ein Loch namens Ness mit ungeheuerlichem Zug in sämtliche Medien. Sonst wäre nämlich gar nichts los gewesen. Und ein Loch zeichnet sich durchs Nichtssein umringt von Sein aus.

Sein tut dieser Tage allerdings zu viel, als dass groß Lochzeit gefeiert werden könnte. Schließlich entscheiden sich die US-Amerikaner bald, ob sie künftig eine Frau oder eine Frisur regieren soll. Ist der Syrer-Führer derart in Feierlaune, dass er eine Fassbombe nach der anderen aufmacht. Wird der Innenminister des drittfriedlichsten Landes der Welt nicht müde, uns im Wochentakt aus der gutbürgerlichen Giftküche eine Notverordnung zu empfehlen. Macht ein Klubobmann und Rechenkönig uns tagtäglich weis, dass Budgetprobleme daran lägen, dass Familien in diesem Land das Nötigste zum Überleben erhalten (und nicht, dass 3% der Österreicher mehr besitzen als die restlichen 97%). Finden Demonstrationen für ein Land statt, wo Demonstrationen sicherheitshalber verboten sind. Dürfen das neidgrüne Marionettenkrokodil mit dem slawischen Angstnamen und seiner gesundheitsschädlichen chronischen Empörungserektion nicht vergessen werden – aber das würde unsere kleine Loch-Debatte sprengen.

Und immerhin ist das ja auch die Aufgabe von Profis. Einer davon, ein ganz hervorragender, feiert heute am 19. August seinen 50. Geburtstag. Armin Wolf. Seine Welt, die des Fernsehens, war 1966 noch schwarzweiß. Logisch, dass wir ihm heute einen schwarzweißen Erfolg von Herzen wünschen. Wenn sogar sein Chef gerade den Hattrick geschafft hat, dann darf zu seinem Runden auch das schwarzweiße Runde das bisherige Hernalser Sommerloch verhindern.

Come on Sportklub!