Asylbetrüger haben zu gehen

HCWCUnsere Kolumne Jausengegner in den Alszeilen des Wiener Sportklub: Ausgabe vom 27.09.2013 | Heimspiel gegen Wiener Viktoria

Wenn Menschen schon unbedingt glauben, von Folter und Tod fliehen zu müssen, und sie dann auch noch ausgerechnet in unserem Land Aufenthalt suchen, sollen sie gefälligst spuren und kuschen. Sie sollen sich einordnen, keine Wünsche und Anforderungen äußern und keinen Platz am Arbeitsmarkt und in der Straßenbahn blockieren. Und: sie sollen tunlichst beweisen, dass sie nicht nur hier sind, um uns das beste Stück vom Kuchen weg zu fressen. Alles spricht gegen sie. Wir brauchen sie hier nicht. Sie sind Lügner. Und sie sollen dankbar sein für jedes alte Stück Brot, das wir ihnen in den Käfig werfen, und jede Sekunde, die wir sie nicht nachhause schicken. Denn sie sind nur zu Gast hier. In unserem Land.

Nein. Wir können und wollen diesen Dreck nicht mehr hören. Nicht hier in Wien und auch nicht anderswo. Der alltägliche Rassismus ist nicht nur dumm, sondern auch langweilig. Seit ewig und immer die gleichen Phrasen, die gleichen Unwahrheiten, der gleiche Scheiß. Danke, genug. Danke, fertig.

Waren es früher „die Ausländer“, sind es heute die Asylsuchenden aka „die Asylanten“. Hä? Wegen diesen paar Maxerln macht eines der reichsten Länder der Welt so ein Trara? Besagte Personengruppe macht gerade einmal 0,25% Prozent der Bevölkerung aus und besteht – verdammt noch einmal – aus Menschen in Not. Wenn die wieder dorthin fahren, wo sie viel lieber wären, droht ihnen Folter und Tod. Und denen Asyl und gerne auch mehr zu geben, DAS ist das Problem? Na bumsti.

Am Sonntag wird der Nationalrat gewählt. Eine gute Möglichkeit, die Angsthasen der Nation, die oben genanntes aufgeregt verbreiten, in die Bedeutungslosigkeit zu begleiten.

Zwei Tage davor ist Heimspiel. Derby. Gegen Wiener Viktoria. Auch hier wissen wir, was zu tun ist. Eh klar.

Come on, Österreich! Come on, Sportklub.

PS: Vorsicht! Die Verfasser dieser Hetzschrift beantragten vor 20 Jahren erfolglos Stipendien. Nach Angsthasenlogik sind sie demnach „Stipendienbetrüger“. Sie haben zu gehen.

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