Archiv der Kategorie: Jausengegner. Die Kolumne der Gebrüder Moped in den Alszeilen des Wiener Sport-Club

Pick eam an eine!

Wiener SportklubUnsere Kolumne Jausengegner in den Alszeilen des Wiener Sportklub: Ausgabe vom 09.08.2013 | Heimspiel gegen SKU Amstetten

Oh, du lieber August! Bringst uns die meerblauen Slivovitz-Zwetschken, die tiefschwarzen Sommergewitter, den sonnengelben Kukuruz und die neue rosarote Sportklub-Saison 2013/14. Danke an dieser Stelle!
Heute kommt Amstetten. Wir begrüßen die Gäste, das Publikum, die neue Mannschaft, den treuen Trainer, die Reisenden, die gehaltvoll Daheimgebliebenen, die Kainz, die Blaue, die Lange, die Haße, die Hoffnung, den Glauben, das neue Präsidium, die Becher zum Bechern, die Schiris, die sich das alles antun, das Scheiberl, das Gickserl, das Gurkerl, das Semmerl, die Kerze, die Flanke, die Bombe, die NSA, den Wahlkampf, die Sportpolitik, die Cs, die Ks, den ganzen zachen Kaas und alle unverbesserlich Treuherzigen mit dem schwarzweißen G’schau mit dem einfachen Sportgruß „HipHip – Hurra!“
Den rechten Lautsprecher auf der Friedhofstribüne begrüßen wir nicht. Er redet ja auch schon seit Jahren nicht mehr mit uns.
Come on, Sportklub!

Come on, Sportklub!

Wiener SportklubUnsere Kolumne Jausengegner in den Alszeilen des Wiener Sportklub: Ausgabe vom 29.05.2013 | Heimspiel gegen SV Oberwart

Heute kommt Oberwart. Busweise gleich, wie erfreulicher Weise zu hören war. Der Homo Südburgenlandensis per se ist ja ein solider und zuverlässiger Wien-Pendler. Außerdem gastfreundlich, und in dieser Eigenschaft wurde ja die schwarzweiße Sonderzugsbrigade im Herbst nicht nur herzlich willkommen geheißen, sondern wir Gäste sogar mit einem der raren Herbst-Punkte beschenkt. Geschenkt hat man sich sonst eher nichts in diesem WSK-Jahr. Letztlich doch den Klassenerhalt. Da hat sich dann aber wieder gezeigt, dass es manchmal eine Steigerung braucht, um eine Klasse zu halten. Kraft Kraft war das möglich. Das spricht jetzt eher kapitalistischer Wachstumstheorie, als dem Klassenkampf das Wort – geschenkt! Wir haben andere Sorgen. Die Fußballkarenz. Da sind wir gegen das Sorge-Recht! Muss es immer so lange keinen Fußball in Dornbach geben? Und hoffentlich ist in der Umkehr nicht Schluss: Hoffentlich gibt es noch sehr lange Dornbach im Fußball. Das Stadion. Die Lange. Die Friedhofstribüne. Speckstangerln in Cellophan. Die Wuchtel. Enrico Palazzo und seine zwei Fahnenträger. Herrn Leo. Die Alszeile. Die Alszeilen. Den Kick. Den Wödkick. Den Hundskick. Das Bier. Und das zweite Bier.

Danke, Sportklub!
Come on, Sportklub!

Enrico Palazzo!

Wiener SportklubUnsere Kolumne Jausengegner in den Alszeilen des Wiener Sportklub: Ausgabe vom 11.05.2013 | Heimspiel gegen FAC

Heute kommt der FAC. Das Floridsdorfer Athletenteam für Wien hat die letzte Begegnung im Herbst, im Eigenoval mit 3:1 für sich entscheiden können. Nach einer 1:0-Führung der Unsrigen. 1:0 fiel der letzte Sieg gegen den FAC aus. In Dornbach. Das damalige Datum: 11.11.11. Das gibt eine Quersumme von 6. Den Sechser trägt der damalige Torschütze: Ingomar Szabo. Der Capitano ist am 10.7.‘85 geboren. Quersumme: 21. Das ist exakt der Bezirk, aus dem der FAC stammt. Quersumme: 3.

Und – passt auf! – jetzt kommt’s: 3 ist haargenau jene Anzahl an Teilen, die es von den „Nackte Kanone“-Filmen gibt! Und: der Film ist ’88 erschienen. Diese Quersumme (16)  wiederum entspricht der Anzahl der Buchstaben des Namens der weiblichen Hauptdarstellerin, Priscilla Presley. Geboren am 24.5.’45, haben wir es bei ihr also mit der Quersumme von unglaublichen 20 zu tun. Nun wundert’s fast schon nicht mehr, dass diese Zahl maßgenau einer Person des Sportklub-Kaders zuzuordnen ist – richtig: Ivan Laudanovic! Und was kommt nun dabei heraus, da er doch am 11.1.’90 das Licht der Welt erblickt hatte: 22! Kaum zu fassen, handelt es sich hier doch um die Rückennummer des Rade Djokic. Allein er hat uns im Frühjahr mit genialen 11 genetzten Bällen Freude bereitet. Dass das in Quersumme 2 ergibt, und dass das der von den Lippen abgelesene Wunsch unsererseits an Herrn Djokic ist, in dieser Anzahl heute Tore gegen den FAC zu schießen, weiß nun wirklich jedes Kind.

Im Film „Die Nackte Kanone“ gibt sich Hauptdarsteller Leslie Nielsen übrigens als der berühmte Opernsänger „Enrico Palazzo“ aus und krächzt die Amerikanische Hymne wie einen Lercherlschas, um die Queen zu retten. Bis vor kurzem wurden an der Alszeile Schiris, wenn sie erbärmlich pfiffen, nicht geschimpft, sondern mit euphorischen „Enrico Palazzo“-Chören bedacht – da capo, bitte!

Leslie Nielsen wurde übrigens am 11.2.26 geboren. Das gibt 12. Also zwei 6-Packs. Die sollten sich nach einem Sieg heute ausgehen – Come on, Sportklub!

 

6:5, 6:7, 3:1 – Danke!

Wiener SportklubUnsere Kolumne Jausengegner in den Alszeilen des Wiener Sportklub: Ausgabe vom 26.04.2013 | Heimspiel gegen SC Ritzing

Heute kommen die Ritzinger. Ritzing hat ziemlich sehr genau so viele EinwohnerInnen, wie der Sportklub ZuschauerInnen pro Match – knapp unter 1.000 (Gesamtschnitt).
Die Vorstellung, dass sich in jeder Runde der Ostliga-Meisterschaft die gesamte Gemeinde Ritzing mit Kind, Kegel und Kia-SUV zusammenpackt, um in aller Sportklub-Treue nach Mattersburg. Retz oder Dornbach zu wallfahrten, hat etwas von anheimelnder Sicherheit und romantischem Wald- und Wiesen-Vagabundentum eines gallischen Dorfes. In unserer unsteten Zeit ist das ein Bild, in welches man sich in Embryonalstellung kuscheln will.
Und doch trügt diese Sicherheit: Schließlich wäre Ritzing damit jede Woche ein im Wortsinn offenes Scheunentor für Räuber – ohne Gendarm! Der Dorfschmied mit der Sportklub-Army in Floridsdorf und schwupp, schon ist sein Hammer gestohlen! Mit einer der Gründe, warum man sich im schönen Burgenland so lange und vehement für die Verlängerung des Assistenzeinsatzes des Bundesheeres eingesetzt hat. (Auch, wenn dafür Landsmann Darabos seinen Leib verlassen musste.) Aber gottseidank ging bisher in jeder Runde alles gut. Mögen sie nur lachen, die Spötter, doch seit dem Kauf der Eurofighter ist Ritzing während eines Sportklub-Matches kein einziges Mal überfallen worden!

„Ritzing“ nennt man im Kroatischen übrigens „Ricinja“ (was keinesfalls zu verwechseln ist mit dem berühmten griechischen Philosophen).
Ritzing schreibt man also einerseits mit „tz“ und andererseits mit „c“. Das ist aber den allermeisten RitzingerInnen herzlich egal. Wäre ja auch albern, sich an solchen buchstäblichen Spitzfindigkeiten zu reiben, anstatt Woche für Woche mit der Mannschaft zu pilgern, nicht?

Come on, Sportklub!

Zypern, Papst und Krankenstand: Der Glaube der MA48 an den WSK

Unsere Kolumne Jausengegner in den Alszeilen des Wiener Sportklub: Ausgabe vom 12.04.2013 | Heimspiel gegen SV Stegersbach

Heute kommen die Stegersbacher. Oder „Stegersbächer“, oder „Stegersbäcker“ – das Burgenland ist mehrsprachig. Und vielfältig:
4 Volksgruppen, die friedlich nebeneinander leben
3 Resetarits-Brüder
2 sprachige Ortstafeln
1 Kreisverkehr pro Einwohner
In Dornbach geht’s uns da momentan nicht so gut:
4 Heimspiele nix g’rissen
3 Auswärtsniederlagen in Folge
2 mal hintereinander nicht genetzt
1 Bier reicht angesichts dessen bei weitem nicht!
ABER! Nordslowenien hat sich nach Jahrzehnten aus dem Krankenstand wieder gesund gemeldet. Ein Jahr „Vorratsdatenspeicherung“ – und damit ein Jahr kein einziger(!) Terroranschlag in Österreich. Ja sogar Frau Holle ist endlich zurückgetreten!
Alles nichts, worauf man mirnichtsdirnichts sein zypriotisches Bankkonto verwettet hätte. Und was das heutige Spiel betrifft, sprechen auch die Zahlen für einen Sieg, denn der WSK hat zuhause gegen Stegersbach immer noch gewonnen.
Alles andere ist Einstellungssache. Allein der Glaube kann Berge versetzen: Wir haben’s uns gewünscht – und schon ist der Papst zurückgetreten! Positiv denken! Vertrauen! Denn die ganze Stadt steht hinter dem WSK, wie eine beispiellose Unterstützungskampagne der Wiener Magistrate zeigt.
Stellvertretend hier die Soli-Note der MA48 an den Sportklub:

Also gut. Jetzt wird ja landläufig behauptet, Alkohol per se sei keine Lösung. Aber wenn man sich ansaufen will: Durchaus. Come on, Sportklub!

Erotik in Dornbach

Unsere Kolumne Jausengegner in den Alszeilen des Wiener Sportklub. Ausgabe vom 18.03.2013 | Heimspiel gegen FK Austria Wien (A)

 

Die Amateure kommen! Aus Mattersburg, aus Favoriten und aus Liebhaberei. Das Wort Amateur stammt ja nicht – wie vielfach fälschlich angenommen – aus dem Finno-Ugrischen, sondern bedeutet Liebhaber.

Als Liebhaber bezeichnet man einen Menschen, der eine außereheliche Liebesbeziehung unterhält. Eine Liebesbeziehung ist ein intimes Verhältnis zweier oder mehrerer Menschen, bei denen zu Beginn eine gegenseitige Akzeptanz und erotische Anziehung besteht. Als Erotik – die Liebe betreffend – bezeichnet man die sinnliche Liebe, die den geistig-seelischen ebenso wie den körperlichen Bereich umfasst, in allen ihren Erscheinungsformen. Liebe wiederum ist im engeren Sinne die Bezeichnung für die stärkste Zuneigung, die ein Mensch zu empfinden in der Lage ist. Der Erwiderung bedarf sie nicht.

Ein Liebhaber ist also jemand, der eine außereheliche, erotische Liebesbeziehung in allen erdenklichen intimen Erscheinungsformen unterhält, mit der stärksten Zuneigung, die man zu empfinden in der Lage ist, auch wenn die Erwiderung oftmals ausbleibt.
Um es einfacher auszudrücken: Der Amateur per se ist ein Sportklub-Fan!

Entsprechend sind die Admira-, Mattersburg-, Rapid- und Austria-Amateure nichts anderes als die Sportklub-Fan-Fraktionen der jeweiligen Bezirke und Bundesländer.
(Weltweit noch viel mehr, aber das würde hier den Rahmen sprengen.) Wenn sich also letzte Woche schon die Rapid-Amateure gegenüber ihrer großen Liebe nicht zu benehmen gewusst haben, so hoffen wir doch, dass Austria und Mattersburg bessere Liebhaber sind – sie werden sich schließlich nicht laienhaft anstellen wollen. Come on, Sportklub!

Nach dem Bier ist vor dem Bier

Unsere Kolumne Jausengegner in den Alszeilen des Wiener Sportklub. Ausgabe vom 15.03.2013 | Heimspiel gegen Schwechat

Heute kommen die Schwechater. Die Braustädter. Letzte Woche gab’s zum Weltfrauentag auf der Hasenleiten das so erfreuliche 3:0 gegen Ostbahn XI. Gegen die Haas-Truppe. Der Sieg fiel vielleicht ein bisschen hoch aus, ging aber unterm Strich in Ordnung. Und wir Sportklub-Fans sind heute wieder in Scharen nach Dornbach gepilgert. Als 12. Mann wollen wir die Jungs förmlich zum Sieg peitschen und schließlich sehen, ob der Trainereffekt auch bei der Heimpremiere prolongiert werden kann. Nach der verkorksten Herbstsaison geht’s mit Kraft voran. Schließlich: Ein neuer Besen kehrt gut! Hoffen wir, dass Chancen des Gegners heute Mangelware bleiben werden, die gegnerische Abwehr keinen Beton anrührt, wir nicht nur Aluminium treffen, die jungen Neuzugänge ihr Talent aufblitzen lassen und wir bei Kontern den Gästen nicht ins offene Messer laufen. Unser letzter Mann zwischen den Pfosten soll möglichst nicht hinter sich greifen müssen, und wenn einer unserer Burschen im Strafraum gefoult wird, soll die Pfeife des Unparteiischen nur nicht stumm bleiben. Denn die Konkurrenz schläft nicht. Amstetten konnte gar einen Kantersieg einfahren. Die Simmeringer Had-Kicker holten ein X gegen den zweiten Anzug der Rapid – alles in allem eine gerechte Punkteteilung. Die Grün-Weißen Fohlen warten nächste Woche auf uns, und so ein Derby hat schließlich seine eigenen Gesetze! Ja, und auch in Ritzing setzt man alles auf eine Karte, um die rote Laterne abzugeben.

Während der viermonatigen Sportklub-Pause ist mittlerweile das Superwahljahr ins Land gezogen. Wir haben zwei Volksbefragungen und zwei Landtagswahlen erlebt. Und dazu unzählige Politikerreden gehört. Allesamt gehaltvoll, auf höchstem Niveau und erfreulicherweise ohne jegliche Gemeinplätze, Floskeln oder Plattitüden – ganz wie diese Kolumne.

Der Ball ist rund, ein Spiel dauert 90 Minuten und aufgeben tut man einen Brief.
Denn nach dem Bier ist vor dem Bier – Come on, Sportklub!

Das ist ja das Letzte!

Wiener SportklubUnsere Kolumne Jausengegner in den Alszeilen des Wiener Sportklub. Ausgabe vom 09.11.2012 | Heimspiel gegen Sollenau

 

 

Heute kommt Sollenau. Aus dem kargen Steinfeld reiten sie ein – aus der Wiener Neustädter Prärie. Ein herzliches Yippie yeah, yeah, yeah!
Auch dem gemeinen Sportklub-Fan sind die Mühen der kargen Ebene so gar nicht fremd. Eben erst kommend von der großartigen Zugfahrt nach Oberwart, zurück in die Kleinartigkeit der heurigen Herbst-Saison. Und hoppala: Das ist ja das Letzte!
Letztes Spiel – letzte Chance auf einen 3er. Ein letzter Blick aufs blaue Meer der Sessel der Blauen. Ein letztes „Was hat er g’sagt?“ bei der Tomboladurchsage. Die letzte Seifenblasen-Oper. Ein letztes letztes Speckspangerl (zäh und salzdurchweicht in der Plastikfolie – SO musst ein Speckstangerl essen! Nicht so ein bobo-frisches von der Mangalizza-Spezerei.) Ein letztes Bier!
Und dann? Folgt die unsägliche viermonatige(!) Sportklub-Karenz.
4 Monate schwarzweiße Polarnacht. Nicht einmal das Stadthallen-Methadon wird ja mehr verabreicht.
Was tun dann Freitag abends? Fressen, Fernschauen, Fitnessbücher lesen? Oder den Passivhaushalt auf Schifahren umpolen? Ja für den Sportklub vielleicht sogar ans Christkind glauben?
Ein herzliches Yippie yeah, yeah, yeah, liebe Winterdepression!
Muss wohl die Folge der letzten, einschlägigen Feiertage sein. So ein Weltspartag kann einen schon ins Larmoyante treiben.
Das Bier treibt auch. Einen ein letztes Mal noch in die getreuen, cosybewährten Arme des Herrn Leopold! Egal, ob’s draußen stürmt oder verteidigt, hier im Bauche Dornbachs herrscht die samtene Konstanz der Zuversicht.  „Geh, so was hamma schon oft g‘habt und immer hamma uns derappelt. Wirst sehen.“ „Geht’s jetzt um den Winter oder den WSK?“ „Wurscht, such dir’s aus.“ Anderswo zahlst du in Seminaren Preise in der Höhe von Jahresabos. Beim Herrn Leopold kostet das Seelenheil gerade einmal ein Schuhschachtelklimpern. „Jetzt wird’s aber Zeit. Siehst es nicht, der Schiri pfeift grad an!“
Danke, Herr Leopold!
Come on, Sportklub!

Semmel, Bier und Knacker!

Unsere Kolumne Jausengegner in den Alszeilen des Wiener Sportklub. Ausgabe vom 26.10.2012 | Heimspiel gegen Admira (A)

Heute kommt die Admira. In der Junior-Version. Als beherzte Jausengegner und überzeugte Mitglieder der „Neigungsgruppe Underdogs“ hat uns schon als Kinder der selbstironische Südstädter Battlecry über die Maßen fasziniert:
„Semmel, Bier und Knacker – Admira Wacker!“
Freilich ist die Klinge der Selbstironie in schwarz-weiß noch um einiges feiner als die in mausgrau. Wie Musik klingt’s z.B. noch in unseren Ohren, als vor drei Saisonen die Intelligenzija des FAC-Hooligan-Häufchens auf „der Blauen“ 90 Minuten für die große Chance bei Sido vorsang: „Schwuler, schwuler WSK!“, worauf die Friedhofstribüne grimmig und entschlossen zum Konter-Canon ansetzte: „Schwuler, schwuler WSK …“
Den Gegner ins Leere rennen lassen – das ist, was die Mannschaft momentan vermissen lässt. Erfolgserlebnisse fehlen. (Wo ist eigentlich die EU, wenn man sie wirklich einmal braucht?) Vielleicht sollte man sich ja an große Vorbilder halten. Felix Baumgartner zum Beispiel. Ein Mordskerl, ein ein echtes Idol: Minuten zuvor noch 39km von zuhause entfernt, und dann ist der Bursche doch wirklich um 20:15 pünktlichst zum Tatort daheim!
Ja sicher, von außen schaut’s immer leicht aus. Braucht’s doch „nur“ 1 Tor mehr als die anderen. Wurscht(klub), wie: Hineingedroschen, hineingenudelt, oder – wenn’s gar nicht anders geht – halt auch „hineingebrunzt“, wie das im technokratischen Fachjargon heißt und in unserer Abbildung anschaulich dargestellt ist.

Fussballurinal

Auch ÖSV-Chef Peter Schröcksnadel meinte kürzlich „Probleme sind das Wichtigste im Leben“. Wir wissen nicht, was er damit sagen wollte, aber sicher etwas Wichtiges.
Unser Vorschlag bezüglich das heutige Match wäre ja:
Semmel, Bier und Knacker – bleibts wacker!
Come on, Sportklub!

Mehr Mitspracherecht!

Unsere Kolumne Jausengegner in den Alszeilen des Wiener Sportklub. Ausgabe vom 05.10.2012 | Heimspiel gegen 1. Simmeringer SC

Heute kommt Simmering. Auf den ersten Blick ein klassisches Duell David-Goliath. Denn Simmering ist allein flächenmäßig zweimal so groß wie Hernals. Kann Simmering seine Elf aus über 91.000 EinwohnerInnen rekrutieren, sind es in Hernals nur 53.000. Zählt man nun noch den Zentralfriedhof dazu, besteht der erweiterte Had‘-Kader aus über 3 Mio. …
Und dennoch: 6 Punkte aus den letzten beiden Spielen und ein Torverhältnis von 8:0 für den Sportklub. Das macht schon einen schlanken Fuß und eine breite Brust. Außerdem sprechen die Zahlen Esperanto! Der Sportklub hält bei 11, Simmering bei 2 Punkten. Statistisch gewinnt der WSK in dieser Saison jedes Heimspiel gegen einen Simmeringer Klub (3:1, Ostbahn XI, 10.08.2012). Daneben verliert Simmering jedes Auswärtsmatch gegen einen Wiener Klub (0:1, Austria Amas, 17.08.2012).
So. Keine Fragen mehr, oder?
Wenn sich aber nun der Spielverlauf heute Abend einbildet, er müsse unbedingt gegen den Dornbach schwimmen, fordern wir folgende Sofortmaßnahme:
Ausdehnung der Wehrpflicht!
Sollte dann allerdings immer noch ein Unentschieden dräuen, möge unter den ZuschauerInnen am Sportclubplatz direkt abgestimmt werden, wer die Partie gewinnen solle. Danach gilt für den Abstimmungssieger:

Direkte Demokratie. Babyleicht, oder?
Come on, Sportklub!