Der Zahntechniker mit der steifen Körperhaltung

Bitte rechts gehenUnsere Kolumne Jausengegner in den Alszeilen des Wiener Sportklub. Ausgabe vom 07.09.2012 | Heimspiel gegen SKU Amstetten.

 

 

Heute kommt Amstetten. Über Amstetten macht man keine Witze, wie man auch über Strasshof keine macht. Und über den Zahntechniker mit der steifen Körperhaltung schon gar nicht, weil das wäre dann ja Hetze und kein Witz mehr. Und diese Hetze wäre natürlich eine ungeheuerliche. Und jene Menschen, die diese Witze machten, wären dann entsprechend linkslinke und gewaltbereite Gegner – selbst, wenn es sich dabei um liebenswerte Jausengegner oder harmlose PfadfinderInnen handelt. Mit letzteren kennt sich bekanntlich eine besonders gut aus: die Tante vom Zahntechniker mit der steifen Körperhaltung. Sie erkennt auch hier, wie wir im Unterhaltungs- und Informationscrossover des österreichischen Rundfunks erfahren durften, insbesondere in Waldregionen die Tendenz zur Grenzüberschreitung. Aber wir haben nichts gegen die Tante und die anderen Kumpels des Zahntechnikers mit der steifen Körperhaltung, solange sie sich integrieren, sie Deutsch können und sie sich an die Gesetze halten. Aber irgendwo happert es im Leben dann eben doch immer. Auch in Amstetten: Mit dem Siegen ist das nie etwas geworden gegen den Sportklub, wobei die Niederösterreicher bei der letzten Begegnung in Dornbach immerhin einen Punkt mit nachhause nehmen durften. Das war am 16. März dieses Jahres, am Geburtstag von H.P. Baxxter, dem Sänger von Scooter. Auf Deutsch bedeutet „scoot“ nicht nur „rutschen“ und „sausen“, sondern eben auch „abhauen“, also freiwillig verschwinden – nicht unfreiwillig, wie es Asylsuchende tun. Von denen gibt es übrigens so wenige in Österreich, dass sie insgesamt nur 0,25 Prozent der Bevölkerung ausmachen. Dieser quantitative Lercherlschas reicht offensichtlich aus, dass sich die Angsthasen und Argumentationsauffälligen in dieser Republik regelmäßig massiv überschwemmt fühlen. Gibt’s ja nicht. Gibt’s doch. Muss aber nicht sein. Die Dinge dürfen sich ändern. Ja, man darf wieder siegen gegen Amstetten. Heute zum Beispiel. Come on, Sportklub!

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