Ein Vollbart-Bomber ist kein Schläfer

Wiener SportklubUnsere Kolumne Jausengegner in den Alszeilen des Wiener Sportklub: Ausgabe vom 18.08.2014 | Heimspiel gegen Admira Amateure

Heute kommen die Admira Amateure. Ob auch bei ihnen viele Vollbart tragen? Lange Zeit allein den Dubiosen, Schläfern oder zumindest Bud Spencer vorbehalten, machte der Vollbart seinen Träger bequem am finsteren sozialen Ende einordenbar. Erfreulicher Weise greifen aber immer mehr Kicker wieder auf die vollständige Gesichtsbehaarung zurück.

Der österreichische Fußballplatz ist ja per se Keimzelle jedweder Moderevolution. Und in die Kategorie “Haupthaarinnovation” reihen sich wahre Leckerbissen, die – bisweilen schlampig kopiert – als regionale Originale des Auslands ausgegeben wurden. So handelt es sich beim vermeintlich deutschen Frisuren-Evergreen “Vokuhila” lediglich um den Abklatsch des sportlich eleganten Herrenhaar-Hits des Frisurenwunders Andy Ogris: Vurn schee, hint‘ bequem.

Nicht minder erfolgreich der jahrzehntelange Quotenschlager “Reindlschnitt” (benannt nach der Straßenbahnstation des ehemaligen Bundespräsidenten Franz Jonas), sowie die Trend-Trojka Prohaska/Schachner/Polster, die die Zeichen der Zeit haargenau erkannt hatte und auf einer Dauerwelle des Erfolgs ritt.

Behaarlich durchgeführte empirische Studien zeigen allerdings, dass das Kopfhaar im Allgemeinen um vieles besser beleumundet ist als der gemeine Bart. Und nein, diese Ergebnisse sind nicht frisiert.

Während sich die Besitzer originell ausgeführter Frisuren über freundliche Kosenamen wie “Schneckerl” (sowohl für gelocktes Haar als auch für Vollglatze) oder ein liebevolles “Oida!” (für egal welchen Hairstyle) freuen dürfen, hat es die Fraktion der Gesichtsbehaarung ungleich schwerer.

“Rotzbremsen” für den Oberlippenbart, oder “Ziegenbock” (Kinnbart) oder gar “Pelzgosch’n“ für den flächendeckend gepflegten Gesichtsrasen – so geht’s nicht! Denn beim Barte des Propheten: Die Admira wird heute Haare lassen müssen.

Come on, Sportklub!

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