Entwicklungshilfeaktion im Burgenland

Wiener SportklubUnsere Kolumne Jausengegner in den Alszeilen des Wiener Sportklub: Ausgabe vom 08.05.2015 | Heimspiel gegen Ritzing

Heute kommt Ritzing. Aus dem schönen Burgenland. Wunderschön sogar, vor allem jetzt gerade. Es sind allerdings nicht etwa die zahlreichen pannonischen Verschönerungsvereine, die dafür verantwortlich zeichnen, sondern es handelt sich offenbar viel mehr um eine tolle Aktion für die Preisträgerinnen oder Preisträger eines experimentellen Lyrik-Wettbewerbs für solche MitbürgerInnen, die unserer schönen deutschen Sprache erst rudimentär mächtig sind. Entweder, weil sie sprachentwicklerischer Förderung bedürfen, oder weil sie vielleicht erst kürzlich in unserem jüngsten Bundesland sesshaft geworden sind.

In jedem Fall aber sind derlei integrative Aktionen, die auf Inklusion und nicht auf Ausgrenzung gegenüber der Mehrheitsbevölkerung setzen, nur zu begrüßen. Gleich auf überall gut sichtbaren 16-Bogen-Plakaten werden die glücklichen GewinnerInnen im ganzen Land affichiert. Groß portraitiert, strahlen sie ins Land mit den meisten Sonnenstunden. Dahinter meist ihr stolzer Pate, der gleichsam auch der Leiter der sozialen Kreativwerkstatt ist.

Auch auf den Plakaten zu lesen, die jeweils premierten Gedichte dieser gelungenen Entwicklungshilfeaktion.

Und natürlich möchten auch wir zwei Beiträge veröffentlichen, die sich durch besonders ausgefeilte Reimkunst auszeichnen:

„Nicht jeder, der will – bekommt Asyl“
Und es geht noch besser:
„Heimische Könner – statt Ost-Dumping-Löhner“

Liebe Ritzinger, wir wünschen Euch einen kurzen Landtagswahlkampf und uns 3 Punkte, ok?

Come on, Sportklub!