Gerechtigkeit für die Wut-Oma

Wiener SportklubUnsere Kolumne Jausengegner in den Alszeilen des Wiener Sportklub: Ausgabe vom 17.10.2014 | Heimspiel gegen Donaufeld

Heute kommt Donaufeld. Willkommen! Abgesehen davon, dass die Dornbacher Buben auch heute wieder einmal sportlich aufmucken könnten und Schwarz-Weiß in Farbe erstrahlen lassen, haben wir uns Gedanken gemacht, was den Verein marketingtechnisch sonst noch weiterbringen würde.
Wir fragen uns, ob denn nicht neben den großartigen Tätigkeiten von „Dornbach Networks“ und den zahlreichen Veranstaltungen auch noch verlockende Angebote für die Familie noch mehr Zuspruch für den Sportklub bringen könnten. Der Fußballplatz als reiner Männerhort sollte doch längst ausgedient haben. Familie ist sexy. Und da reden wir schon lange nicht mehr allein von der guten alten Kernfamilie Vater-Mutter-Kind. Selbst heimische politische Köpfe mit Ideentheorien aus dem letzten Jahrtausend wissen das stark wachsende Segment der Patchwork-Familien mit Zuckerln zu locken – zumindest manche Wochen im Wahlkampf und genau bis zum Wahltag.
Warum nicht auch von Vereinsseite unwiderstehliche Angebote machen. Der Gottmutter der Sonntagsreden zum Beispiel: der alleinerziehenden Billa-Kassierin!
„Komm zum Vorteils-Klub: Minus 25% auf jedes Gegentor!“ Das würde allein schon jedes hart erkämpfte 4:4 in einen 4:3 Sieg verwandeln.
Wenden wir uns doch aber auch an ihren männlichen Antagonisten, den noch berühmteren „Kleinen Mann von der Straße“. Steht er einsam vor den Stadiontoren, weil er ob seiner geringen Größe ohnehin nichts sehen würde: Für jedes Ticket 1 Schemel gratis!
Nutzen wir auch die Strahlkraft der umgarnten „Wut-Oma“! Meint ein Schiedsrichter und sein Team wieder einmal, den „Enrico Palazzo“ geben zu müssen – freie Platzwahl für die Omi direkt am Spielfeldrand: Sie wird’s den großkopferten Schwarzen schon hineinsagen!
Und nicht zuletzt müssen wir uns dem Tierschutz zuwenden. Des Österreichers Lieblingshaustier muss künftig unbedingt und gratis mit ins Stadion dürfen! Die Rede ist natürlich von der „Melkkuh der Nation“.

„Wirst sehen, da wird was draus!“ (Ernst Happel)

Come on, Sportklub!

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