Ich blickte auf und banante den Ball zur Mitte

Wiener SportklubUnsere Kolumne Jausengegner in den Alszeilen des Wiener Sportklub: Ausgabe vom 24.09.2014 | Cup-Spiel gegen RB Salzburg

Heute kommt Salzburg. Herzlich willkommen! 2. Runde im Köp. Und der hat bekanntlich immer eigene Gesetze. Daher sollte von der Papierform her alles klar sein für den Sportklub. Aber: Achtung! Der Ball ist rund, ein Spiel dauert 90 Minuten, aufgeben tut man einen Brief, denn nach dem Spiel ist vor dem Spiel, und das nächste Spiel ist immer das nächste.

Denn seien wir uns ehrlich, es gibt nur eine Möglichkeit: Sieg, Unentschieden oder Niederlage! Das kann ein Nachteil oder ein Vorteil sein, sowohl für uns als auch für die gegnerische Mannschaft. Denn die Breite an der Spitze ist sicher dichter geworden und gewinnen ist nicht so wichtig, solange man gewinnt. Wer mehr Tore schießt, gewinnt. Das ist brutal und kriminell – aber so ist das nun einmal: Wenn der Ball am Torwart vorbeigeht, ist es meist ein Tor. Und die schönsten Tore sind diejenigen, wo der Ball schön flach oben rein geht. Da heißt es dann oft, der Grund war nicht die Ursache, sondern der Auslöser.

Das ist der Sportklub! Da spielt er seine Stärke aus. Und genau das ist seine Stärke: Seine Stärke. Mögen andere auch sagen, das Unmögliche möglich zu machen ist ein Ding der Unmöglichkeit. So ist das halt, mal verliert man und mal gewinnen die anderen. Weil zuerst hatten wir kein Glück, und dann kam auch noch Pech dazu. Tja, wer hinten steht, hat nun einmal das Pech der Glücklosen. Man darf eben alles nicht so schlecht reden wie es war.

Ein Appell noch an die Fans:
Hass gehört nicht ins Stadion. Solche Gefühle soll man gemeinsam mit seiner Frau daheim im Wohnzimmer ausleben.

Ich hab das alles noch mal paroli ziehen lassen – Es gibt nichts Sinnloseres als Fußball außer nachdenken über Fußball.

Wir müssen gewinnen, alles andere ist primär. Aber wir haben vom feeling her ein gutes Gefühl. Und wirklich wichtig ist, dass wir am Ende sagen können, heute haben wir uns gut aus der Atmosphäre gezogen.

Come on, Sportklub!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.