Nach dem Bier ist vor dem Bier

Unsere Kolumne Jausengegner in den Alszeilen des Wiener Sportklub. Ausgabe vom 15.03.2013 | Heimspiel gegen Schwechat

Heute kommen die Schwechater. Die Braustädter. Letzte Woche gab’s zum Weltfrauentag auf der Hasenleiten das so erfreuliche 3:0 gegen Ostbahn XI. Gegen die Haas-Truppe. Der Sieg fiel vielleicht ein bisschen hoch aus, ging aber unterm Strich in Ordnung. Und wir Sportklub-Fans sind heute wieder in Scharen nach Dornbach gepilgert. Als 12. Mann wollen wir die Jungs förmlich zum Sieg peitschen und schließlich sehen, ob der Trainereffekt auch bei der Heimpremiere prolongiert werden kann. Nach der verkorksten Herbstsaison geht’s mit Kraft voran. Schließlich: Ein neuer Besen kehrt gut! Hoffen wir, dass Chancen des Gegners heute Mangelware bleiben werden, die gegnerische Abwehr keinen Beton anrührt, wir nicht nur Aluminium treffen, die jungen Neuzugänge ihr Talent aufblitzen lassen und wir bei Kontern den Gästen nicht ins offene Messer laufen. Unser letzter Mann zwischen den Pfosten soll möglichst nicht hinter sich greifen müssen, und wenn einer unserer Burschen im Strafraum gefoult wird, soll die Pfeife des Unparteiischen nur nicht stumm bleiben. Denn die Konkurrenz schläft nicht. Amstetten konnte gar einen Kantersieg einfahren. Die Simmeringer Had-Kicker holten ein X gegen den zweiten Anzug der Rapid – alles in allem eine gerechte Punkteteilung. Die Grün-Weißen Fohlen warten nächste Woche auf uns, und so ein Derby hat schließlich seine eigenen Gesetze! Ja, und auch in Ritzing setzt man alles auf eine Karte, um die rote Laterne abzugeben.

Während der viermonatigen Sportklub-Pause ist mittlerweile das Superwahljahr ins Land gezogen. Wir haben zwei Volksbefragungen und zwei Landtagswahlen erlebt. Und dazu unzählige Politikerreden gehört. Allesamt gehaltvoll, auf höchstem Niveau und erfreulicherweise ohne jegliche Gemeinplätze, Floskeln oder Plattitüden – ganz wie diese Kolumne.

Der Ball ist rund, ein Spiel dauert 90 Minuten und aufgeben tut man einen Brief.
Denn nach dem Bier ist vor dem Bier – Come on, Sportklub!

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