Rothschilds Rabauken

wsk1Unsere Kolumne Jausengegner in den Alszeilen des Wiener Sportklub: Heimspiel vom 02.04.2016 gegen First Vienna FC 1894 

Heute kommt die Vienna. Leiwand, dass’ da seids!

One-Night-Stand
Wir zwei Moped-Brüder gehen getrennte Wege. Also heute. Der eine geht über die Alszeile in den gebenedeiten Tempel, während der andere das gelobte Land schon auf der Hernalser Hauptstraße betritt, um mit Rothschilds Rabauken die “Blaue” Tribüne des Sportclubplatzes für einen One-Night-Stand zu einer Blaugelben zu machen. (Tuts nur. Gefällt uns. Weil die Sesserln staubt übers Jahr sonst eh kaum wer anderer ab.)

Förderkurs Hohe Warte
Die verschiedene Kicksozialisation rührt vom Elternhaus her. Eine waschechte Regenbogenehe: Die Mama war Vienna. Sie hat was von Fußball verstanden und das eine Brüderchen immer auf die HoWa mitgenommen. (Nicht der einzige Förderunterricht, den der brauchte.) Der Papa hingegen: Immer schon gern im Regen gestanden. Daher jedes Match auf der Friedhofstribüne. Und das zweite Moped ist mitgegangen, weil es immer schon große Leidenschaft für Liebenswertes hegte: Röhrenfernseher, alte Photoapparate und der Sportklub – alles schwarzweiß.

Ich spiele nicht, ich lasse spielen
Naturgemäß ist es jener blaugelbe Bruder, der nie selbst Fußball gespielt hat. (“Ich spiele nicht. Ich lasse spielen.”) Hingegen der Schwarzweiße mit schillernder Karriere bei Ostbahn XI, wo er in der Saison 1983/84 gegen Erzrivalen Simmering beim legendären 0:21 der C-Knaben Teams im Ostbahner Tor gestanden ist und damit Schlimmeres verhindert hat.

Willkommenskultur bleibt!
So, liebe Vienna! Wir werden Euch den Aufenthallt so angenehm wie möglich machen, wir sich das für gute Gastgeber gehört. Selbstverständlich gehen wir davon aus, dass auch Ihr tadellos erzogene Gäste abgebt. Wegen dem Gastgeschenk wär’s also. 3 Punkterln reichen da schon. Kleine Geste, große Wirkung. Und ehrlich: Wollt Ihr wirklich wieder in die 2. Bundesliga absteigen? Wir würden Euch von Herzen gern wieder einladen nächstes Jahr. Man glaubt ja nicht, wie schnell die blauen Sesseln wieder staubig werden.

Hey Ho, Let’s Go! Come on, Sportklub!