Semmel, Bier und Knacker!

Unsere Kolumne Jausengegner in den Alszeilen des Wiener Sportklub. Ausgabe vom 26.10.2012 | Heimspiel gegen Admira (A)

Heute kommt die Admira. In der Junior-Version. Als beherzte Jausengegner und überzeugte Mitglieder der „Neigungsgruppe Underdogs“ hat uns schon als Kinder der selbstironische Südstädter Battlecry über die Maßen fasziniert:
„Semmel, Bier und Knacker – Admira Wacker!“
Freilich ist die Klinge der Selbstironie in schwarz-weiß noch um einiges feiner als die in mausgrau. Wie Musik klingt’s z.B. noch in unseren Ohren, als vor drei Saisonen die Intelligenzija des FAC-Hooligan-Häufchens auf „der Blauen“ 90 Minuten für die große Chance bei Sido vorsang: „Schwuler, schwuler WSK!“, worauf die Friedhofstribüne grimmig und entschlossen zum Konter-Canon ansetzte: „Schwuler, schwuler WSK …“
Den Gegner ins Leere rennen lassen – das ist, was die Mannschaft momentan vermissen lässt. Erfolgserlebnisse fehlen. (Wo ist eigentlich die EU, wenn man sie wirklich einmal braucht?) Vielleicht sollte man sich ja an große Vorbilder halten. Felix Baumgartner zum Beispiel. Ein Mordskerl, ein ein echtes Idol: Minuten zuvor noch 39km von zuhause entfernt, und dann ist der Bursche doch wirklich um 20:15 pünktlichst zum Tatort daheim!
Ja sicher, von außen schaut’s immer leicht aus. Braucht’s doch „nur“ 1 Tor mehr als die anderen. Wurscht(klub), wie: Hineingedroschen, hineingenudelt, oder – wenn’s gar nicht anders geht – halt auch „hineingebrunzt“, wie das im technokratischen Fachjargon heißt und in unserer Abbildung anschaulich dargestellt ist.

Fussballurinal

Auch ÖSV-Chef Peter Schröcksnadel meinte kürzlich „Probleme sind das Wichtigste im Leben“. Wir wissen nicht, was er damit sagen wollte, aber sicher etwas Wichtiges.
Unser Vorschlag bezüglich das heutige Match wäre ja:
Semmel, Bier und Knacker – bleibts wacker!
Come on, Sportklub!

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