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Wie schwul sind Austria und Rapid?

„Schwuler, schwuler WSK“, intonierten am Dornbacher Sportclubplatz einst die sprachlich wohl raffiniertesten AnhängerInnen der Regionalliga Ost, die Fans des FAC-Team für Wien. Adressat der informativen Botschaft: der Heim-Sektor, die Fans des Wiener Sportklubs auf ihrer “Friedhofstribüne”. Klare Botschaft, übersichtlich formuliert, eingängiger Vortrag in Liedform … weiterlesen auf vienna.at

Urlaub im Kopf

BierbeckenUnsere Kolumne Jausengegner in den Alszeilen des Wiener Sportklub. Ausgabe vom 24.08.2012 | Heimspiel gegen Rapid Amateure

 

 

Heute kommt die Rapid. Mit der Zweier-Panier. Dem zweiten Anzug.
„Panier“ ist aber bekanntlich im Österreichsichen nicht nur das schöne Wort für Bekleidung, sondern auch für die Bröselhülle von gebackenen Speisen. Als ausgewiesene Jausen-Gegner halten wir uns jedoch eher an eine dritte Definition: paniert sein = betrunken sein.
Ein Mitglied des Forums auf sportclubplatz.com verwendet den schönen Footer „Saufen ist Urlaub im Kopf.“ Zugegeben, dieser Satz ist nicht sehr alkoholfrei, verspricht aber zumindest einen Kurzurlaub. (Sollte er länger dauern, würden wir relativ dringend raten, Arzt oder Reisebüro aufzusuchen.) Klingt außerdem viel geschmeidiger, wenn man sich für einen versäumten Termin nicht wegen eines Katers entschuldigt, sondern per lässigem „Sorry, ich hatte einen Jetlag!“.
Und wir, die im Sommer gehaltvoll Daheimgebliebenen, die wir über die Medien tagtäglich an den internationalen Katastrophen leiden: Hermann Maier kann Armin Assinger gerade noch vor dem Ertrinken retten. Österreich hält sich als eine der wenigen Nationen noch an das Olympische Motto „Dabei sein ist alles“ und erhält dafür nicht einmal eine Medaille. Und der einzige, der Gold hat, ist der Onkel Frank. Und der kommt bekanntlich aus Amerika – und vom Fußball …
Ok, auch der Sportklub hat bis heute nur 3 Punkte gemacht. Aber umgerechnet in Schilling sind das immerhin mehr als 41!
Wenn wir also nach der neuen Frank’schen Regel rechnen, verfügen wir jetzt schon über einen Punktestand, der am Ende der letzten Saison für Rang 6 gereicht hat – und das nach 3 Runden!
Wir sollten uns also vielleicht doch an die Zeilen des Ostbahn-Kurti erinnern: „Horchts, was euch der Onkel sagt!“
Aber wer schafft das schon, ohne paniert zu sein? Kurze Sommerfrische!
„Panieren“ trägt im Österreichischen allerdings noch eine Bedeutung, die uns das ganze Sommerlochrechnen ersparen würde: „den Gegner hoch schlagen“.
Come on, Sportklub!

Nächste Ausgabe & nächstes WSK-Heimspiel: Freitag, 07.09.2012 WSK – SKU Amstetten

Come on, Sportklub!

Wiener SportklubUnsere Kolumne Jausengegner in den Alszeilen des Wiener Sportklub. Ausgabe vom 10.08.2012 | Heimspiel gegen Ostbahn XI

 

 

Heute kommt die Ostbahn XI. Aus Simmering. Wie wir auch.

Und es war irgendwann in den frühen 90er Jahren, als wir nach Wien reisten, um uns am Sportclub-Platz den WSC gegen einen anderen Wiener Großklub anzusehen (Farben der Redaktion bekannt). Als Rookies auf dem Weg zur Friedhofstribüne hatten wir uns aber „auf die Kainzgasse“ verirrt. Und da standen wir nun unter vielen Auswärtsfans. Man war scheinbar nicht das erste Mal hier, und um zu vermeiden, dass die Ankunft der dezenten Reisegruppe unbemerkt blieb, informierte man im Sekundentakt: „Die …  Wien – ist wieder da!!“ Jetzt wussten die Gastgeber Bescheid.

Am Spielverlauf fortan weniger interessiert, widmete man sich mehr dem Linienrichter. (Der damals noch so genannt wurde, so wie man auch noch „Neger“ sagen durfte, wie uns die Schwarmintelligenz des Gästeblocks eindrücklich versicherte.)

Jedenfalls aber dürfte der Fahnenmann einige, den Großklubanhängern wenig plausible Zeichen gesetzt haben, sodass man versuchte, diesen zur Rede zu stellen. Da wurde gefragt, ob ihm nicht ganz wohl wäre. Ob er sich geistig fit fühlte. Oder ob ihm gar lebenswichtige Organe chirurgisch entfernt worden wären. Kurz: Man war sehr besorgt um ihn. Überhaupt dürfte der Outwachler allen hier gut bekannt gewesen sein. Schließlich kannte man seine sexuellen Vorlieben, seine Religionszugehörigkeit, ja sogar der Beruf der Mutter wurde mehrfach erwähnt. Trotz aller Fürsorge, würdigte der Assistent sie jedoch keines Blickes. Gar nicht erbost über das ignorante Verhalten, bemühte man sich weiter altruistisch um das Wohl des unermüdlich auf- und ab Trabenden. Nicht wenige spendeten ihm kühlende Duschen mit teuer gekauftem Bier an diesem heißen Tag. Andere wieder hatten Sorge, der junge Mann habe vielleicht sein Jausensackerl vergessen und versuchten ihn, gekonnt über die Abzäunung zielend, mit einer zünftigen Jause aus Speckstangerln und Liptauersemmerln zu laben.

Seither sind wir Jausengegner. Auf der FHT. Come on, Sportklub!

Nächste Ausgabe & nächstes WSK-Heimspiel: Freitag, 24.08.2012 WSK – SK Rapid (A)

Bist Sportklub oder Vienna?

Nachdem die Rapid-Fans die violette 2010er Autobahnvignette auf den Kopf stellen und sich der Austria-Anhang darüber aufpudelt, haben wir – die Gebrüder mit dem sportlichen Namen – uns längst die Vignetten fürs kommende Jahr gecheckt.

Unser kleiner Bruderzwist in Sachen Wiener Fußball macht uns jedoch Kopfzerbrechen. Welches der beiden Schmuckstücke sollen wir 2011 auf unsere Limousinen pappen?

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[Update 2011]: Die Umfrage ist abgeschlossen. Die Moped-Buam gratulieren dem Wiener Sportklub und bedanken sich bei allen VoterInnen mit einem herzlichen „Es gibt nur ein Wiener Derby!“.