Tanze Polka mit mir!

Wiener SportklubUnsere Kolumne Jausengegner in den Alszeilen des Wiener Sportklub: Ausgabe vom 14.03.2014 | Heimspiel gegen SC Retz

Heute kommt Retz. Um die Sache einmal darauf zu bringen, worauf wir heute hinauswollen, kurz und bündig:

Es gibt grüne, blaue, gelbe, manchmal violette, und in letzter Zeit durchaus viele rote. Bescheiden, wie er nun einmal ist, finden wir ihn aber durchaus selbstbewusst in der Landschaft. Könnte er doch stolzgeschwellt und zu Recht anmerken, dass ihm das Turiner Motorenwerk FIAT mit einem eigenen Modell ein Denkmal gesetzt hat. Wo immer er auftritt, setzt’s was. Musikalisch etwa verlängert er die Lebenszeit des geschmeidigen Klanges gleich um die Hälfte. Die fabelhafte Welt der Mathematik räumt ihm sogar den Status einer Blaulichtorganisation ein. Ja, er hat immer Vorrang. Auch wenn das manchen gegen den Strich geht. Niemals die Rechnung ohne unseren Wirt machen, gelt! Da nimmt’s schon gar kein Wunder mehr, dass er mit seinem alten Kumpel Anton Einzug in die Literaturgeschichte gehalten hat. Tritt er denn in zahlreicher Gemeinschaft auf rustikal anmutendem textilen Untergrund auf, lässt sich der Angelsachse gern dazu hinreißen, ihn „Polka“ zu nennen. Wer immer auf ihn kommt, der muss sich keine Sorgen machen. Im Gegenteil. Und ganz im Gegenteil zum gemeinen Hund etwa. Wenn schon, dann Mondgesicht, welches er erst sehend macht.

Um es also endlich drauf zu bringen: Ja, die Rede ist vom Punkt.

Wir sind gegenüber der Aufnahme junger Worte in den Sprachgebrauch nicht abgeneigt, keineswegs, aber wie wenig Grazie hat die schale Rede „Jetzt halten Sie mal den Ball flach!“ gegen das, was wir den schwarzweißen Ballesterbuben heute zurufen wollen:
Jetzt machen Sie aber einmal einen Punkt!!

Anagramiert man „Retz“, kommt „Terz“ heraus. Das wieder hat was mit einem Dreier zu tun, also:

Come on, Sportklub!

 

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