Uhudler und Outwachler

wsk1Unsere Kolumne Jausengegner in den Alszeilen des Wiener Sportklub: Heimspiel vom 29.04.2016 gegen FK Austria Wien Amateure

Heute kommt die Austria. Willkommen! Und auch heute wird es wieder strittige Entscheidungen geben. Elfer oder nicht? Abseits oder nicht? Spritzer oder Bier? Immer wieder für Diskussionen sorgen auch Tor-oder-nicht-Situationen. Hat der Ball die Torlinie vollständig überschritten – hat er nicht? Die Fußballregel 9 ist ja klar:
Der Ball ist aus dem Spiel, wenn er auf dem Boden oder in der Luft eine der Tor- oder Seitenlinien vollständig überschreitet.

Entscheiden tut’s der Schiedsrichter, viele wünschen sich den Videobeweis, im Fernsehen erklärt’s uns im jeden unklaren Fall Herbert Prohaska. Es herrscht aber gesellschaftlicher Konsens: Vollständig muss die Wuchtel den Tellerrand verlassen haben. Oder wie wir Simmeringer sagen: Als ein Ganzer.

Radikale Randerscheinung
Obschon die selbe Regel natürlich auch für Out-Entscheidungen gilt, wird sie dort gänzlich anders ausgelegt. Und zwar von den Schiedsrichterssistenten, aka Outwachler. Von der Dummie-Division bis zur Champions-League scheint da nämlich diese 9er-Regel radikal anders ausgelegt zu werden: Gewachelt wird, wenn die Frucht die Outlinie von innen auch nur tangiert.

Da das offenbar Liga-, Welt- und auch Weltanschauungs-übergreifend so passiert, eine unradikale Bitte, die Outregel einfach umzuschreiben:

Der Ball ist aus dem Spiel, wenn er auf dem Boden oder in der Luft sich in Rufweite zur Seitenlinie befindet.

Vorbild Burgenland
Die Gesellschaft funktioniert ja auch so. Das faktisch Gelebte in eine gscheite Form gießen – fertig, Erster. Im Falle der “offiziellen Nachspielzeit” hat’s ja auch funktioniert. Oder letztens im Burgenland: Um den Uhudler aus seinem “illegalen” Dasein zu befreien, wurde dieser vom Landtag einfach zum Wein erklärt.

Regel 10 lautet übrigens:
Das Team, das während des Spiels mehr Tore erzielt, hat gewonnen. Wenn beide Teams keine oder gleich viele Tore erzielt haben, ist die Partie unentschieden.

Hier sehen wir keine Notwendigkeit zur Regeländerung, sofern der Sportklub gewinnt.
Come on, Sportklub!