Premiere im Rabenhof

Die Gebrüder Moped veröffentlichen im September ihr neues Buch „Heute gehört uns Österreich und morgen die ganze Scheibe“ und gehen mit Texten, Bildern und Filmen dazu auf Tour. Premiere am 20.09.2018 im Wiener Rabenhof Theater. Hier gibt’s noch Karten. Hier die Tourdates.

Sexy und geil, Herr Minister!

Unsere Kolumne Jausengegner in den Alszeilen des Wiener Sport-Club: Heimspiel am 11.05.18 gegen Horn

Heute kommt Horn. Willkommen! Langsam wird’s eng für uns. Wir hinken schwer hinterher, und die gesetzten Zukunftszeichen stehen eher auf Turboboost – im Retourgang. Verunsicherung, miese Ergebnisse, unqualifizierten Zurufen verpflichtet, Expertenmeinungen ignorierend, augenscheinlich planlos und in den Antworten darauf im frühen 20. Jahrhundert verhaftet. Ja, wir müssen von einer Krise reden. Der Krise im Bildungswesen.

Vor wenigen Tagen konfrontierte Corinna Milborn den zuständigen Minister Heinz Faßmann mit der Tatsache, dass Studien stapelweise belegen, dass Noten kein geeignetes Mittel zur Leistungsfeststellung sind. Genau diese führt die Regierung nun aber in den Volksschulen verpflichtend wieder ein. Der Unterrichtsminister widersprach Milborn nicht. Er verwies aber – neben dem schlichten Hinweis auf das Regierungsprogramm, welches offenbar vom Berge Sinai stammt und also ehern ist – auf diesbezügliche Wünsche, die ihm Menschen per Brief zukommen haben lassen. Notensysteme verstärken die Vererbung von Bildungsniveaus. Sie werden nachweislich von verschiedenen Lehrenden völlig unterschiedlich vergeben. Sie erhöhen ungesunden Leistungsdruck auf Kinder, vor allem aber gibt es keine pädagogischen Argumente, welche Ziffernnoten gegenüber verbaler Beurteilung im Vorteil sehen. Doch seien wir uns ehrlich, das sind doch nichts weiter als stichhaltige Gerüchte gegenüber so einem echten Brief.

Daher unser Aufruf:
Schreiben wir Heinz Faßmann einen Brief! Es muss endlich Schluss sein mit dem völlig überholten Punktesystem in Österreichs dritter Liga. Eine Leistungseinstufung in Zahlen mag etwas für bürgerliche Vereine aus dem 19. Jahrhundert und dem Cottageviertel sein, aber nicht für unseren Sport-Club, bitte! Wir sind wahr, gut, schön, sexy und geil. Diese Attribute kannst du nicht in Zahlen gießen.

Come on, Sport-Club!

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