Der Rest war Bier

Wiener SportklubUnsere Kolumne Jausengegner in den Alszeilen des Wiener Sportklub: Ausgabe vom 19.09.2014 | Heimspiel gegen SC Neusiedl

Heute kommt Neusiedl. Willkommen und welcome back! 19. September. Vor uns liegt der Herbst – hinter uns auch. Aber wir haben ja immer noch 4 Tage Sommer. Und den verbringen wir Gebrüderchens gern am Neusiedler See. Oder „mare nostrum“, wie wir Wasserköpfler uns gerne beliebt machen.

Früher hieß es ja immer im Sommer Loch Ness. Heuer war im Sommerloch Nässe. Viel Regen und noch mehr Aufregen. Aber vielleicht begreifen jetzt auch die letzten Sozialromantiker, wie wichtig es endlich wäre, das Wasser zu privatisieren. Wäre dann der Sportclubplatz wieder einmal überschwemmt, bräuchte man bei Nestlé nur anzurufen: Der Besitzer möge sich bitte darum kümmern.

Interessante Fragen tun sich ja auch auf, wenn das Wasser vom Gemeinbesitz in den gemeinen Besitz übergegangen ist. Entspricht dann Weinen dem Tatbestand der Raubkopie? Und wann enden die Besitzrechte? Gehört ihnen das gebrauchte, das Abwasser auch noch oder ist das schon Restmüll?

Europaweite Abwasserstudien zum Drogenkonsum haben diesen Sommer gezeigt, dass in Antwerpen und Amsterdam die Kokainkonzentration am höchsten ist. Überraschend, wie eine Schlagzeile, dass die ÖVP eine Obmanmdebatte hat. Spannender schon, dass Novi Sad im Cannabiskonsum die Nase vorn hat. Novi Sad liegt aber an der Donau, flussabwärts von Wien – anzunehmen also, dass die Studienergebnisse verwässert sind.

Von höchstem Interesse ein Detail aus dem Westen Wiens: Jeweils nach Sportklub-Heimspielen wurden im Abwasser der Als sogar Spuren von H2O gefunden. Der Rest war Bier.

Zum Heulen schön auch die Entwicklung in der heurigen Saison. Und wir hätten nix dagegen, nach dem heutigen Match wieder einen 6Pack Freudentränen zu vergießen.

Come on, Sportklub!

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