Für eine konsequente Nulltoleranz-Politik

wsk1Unsere Kolumne Jausengegner in den Alszeilen des Wiener Sportklub: Heimspiel vom 04.03.2016 gegen SKN St. Pölten Juniors

Heute kommt St. Pölten. Wir sagen willkommen! Aber bitte nicht weitersagen. Denn diese Art basaler Gastfreundschaft ist über die viel zu lange Winterpause abgeschafft worden. Das „Ende der Willkommenskultur“ steht hoch im Wertekurs! Das Land „muss unattraktiv werden“, damit wir den Sturm bannen können, wird die Parole vom Führungspersonal ausgegeben. Heilige Johanna, wir folgen Dir! Bleibt die Frage, wie wir das am besten bewerkstelligen. Jetzt haben sich unsere Großeltern so bemüht, das Land „wieder aufzubauen“, und dann sollen wir die sein, die’s wieder demolieren? Da wären wir ja eher für die Rettung des Abendlandes. Aber denken wir halt einmal anständig und fleißig nach, wie es trotzdem gehen könnte, unser Nest ordentlich zu beschmutzen, um es unattraktiv zu machen. Das Schönste an unserem Alpen-Dorado waren ja immer die Natur und die schöne Landschaft. Vielleicht sollte man genau da ansetzen:

Tragen wir etwa unsere Berge ab. Sie stehen ohnehin ständig im Weg, und man muss die Straßen immer drumherum bauen, oder dafür Löcher reinbohren. Andererseits verstellen sie uns so praktisch den Blick übern Tellerrand. Lassen wir das.

Lassen wir lieber das Wasser aus unseren schönen Seen aus. Trinken wir sie meinetwegen ex. Jetzt hat allerdings grad die Stadion-Saison wieder begonnen – wer trinkt da noch Wasser?

Wie oft liegt die Lösung, dieses Land nachhaltig unattraktiv zu machen, viel näher als gedacht: Lassen wir einfach die Innenministerin im Amt.

Wir sind übrigens weiterhin strikt gegen eine Obergrenze: Was Tore für den Sportklub betrifft. Und wir sind für eine konsequente Nulltoleranz-Politik – gegenüber Gegentoren.

Come on, Sportklub!