Hoch der 8. März!

Unsere Kolumne Jausengegner in den Alszeilen des Wiener Sport-Club: Heimspiel am 15.03.19 gegen Traiskirchen

Heute kommt Traiskirchen. Willkommen! Pünktlich mit Saisonauftakt am 8. März letzter Woche war Weltfrauentag. Das ist jener Tag, an dem das jährliche Weltmännerjahr eine kurze Unterbrechung erfährt. Und wieder mussten wir feststellen, dass der 8. März von vielen nicht als Kampftag, sondern als eine Art zweiter Muttertag begangen wurde. Liebe Männer, schenkt doch am Weltfrauentag keine Blumen, sondern Sinnvolles! Etwa einen Toaster.

In Österreich verdienen Frauen für die gleiche Arbeit um 20% weniger als Männer. Das ist ein um manches höherer Wert als der europäische Durchschnitt. Wir prägen also auch hier den neuen Stil. Und es ist eine Frage der Gerechtigkeit! Frauen sind nun einmal im Durchschnitt kleiner als Männer, essen weniger, rauchen weniger, trinken weniger Alkohol und kaufen keine SUVs. Daher brauchen sie auch weniger Geld. Obendrein sind Frauen beim höheren Lohn der Männer ohnehin mitgemeint.

Detto ergibt sich aus einer jüngsten Erhebung, dass sich Mütter im Schnitt 21 Stunden pro Woche um Kinderbetreuung kümmern, Väter jedoch 8 Stunden. Da haben wir es wieder. Männer verrichten ihre Arbeit beinahe dreifach effizienter. Aber man darf zuversichtlich sein, dass mit ein bisschen Tüchtigkeit und Fleiß die Mamas da bald aufholen werden.

Dabei reden wir beim Thema Gender Gap über ein Problem, das in manchen Regionen der Republik längst gelöst wurde. Nehmen wir nur das Best Practice Beispiel Dornbach. Gleichberechtigung von Mann und Frau sind hier längst umgesetzt. Fragen zu gleichem Lohn, Wiedereinstieg, Vereinbarkeit, usw. stellen sich hier nicht einmal. Denn am Friedhof sind wir alle gleich.

Come on, Sportclub!