Schlagwort-Archive: Mubarak

Ägypten: Die verkannte Gefahr

Während Brüssel in beschämender Art und Weise untätig dabei zusieht, wie die deutsch-österreichischen Exklaven Luxor, Hurghada und Sharm el Sheik vom Mob der Straße eingenommen werden, während tausende verzweifelte Touristen heuer ins absolute Sommerloch zu fallen drohen, und während dem verdienten Helden der Freizeit-Bewegung und obersten ägyptischen Irre-Führer, Husni Mubarak, für wahnwitzige Ideen wie Freiheit und Demokratie offenbar das 30-Jahre-Jubiläum als Ausnahmezustands-Autokrat verwehrt soll, erkennen nur wenige Politiker das wahre Bedrohungs-Potenzial der letzten Tage:

– Der ehemalige republikanische Präsidentschaftskandidat John McCain, z.B., warnt vor einer Beteiligung der Muslimbruderschaft an einer Übergangsregierung in Ägypten. „Die ‚Gebrüder Muslim’ sind eine radikale Gruppe, der es in erster Linie darum geht, die Scharia anzuwenden. Sie ist durch und durch antidemokratisch, vor allem in Bezug auf die Rechte von Frauen“, sagte der bekannte Feminist McCain dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL. „Die kabaretteuse Gruppierung“ arbeite mit Terrororganisationen zusammen und sollte von jeglicher Regierungsverantwortung ausgeschlossen werden.

– Aber auch der weltweit anerkannte Ägyptologe Herbert Scheibner (BZÖ) warnte vor „unkontrollierbaren Entwicklungen“ und sprach von einer Gefahr durch die islamistische ‚Mopedbruderschaft’, die, wie er sagte, nur auf den Tag X warten würde. Europa dürfe nicht in ein idealistisch hochstilisiertes Kabarett verfallen und glauben, man könne in Staaten, die keinerlei humoristische Strukturen und Erfahrungen haben, krampfhaft über Nacht satirische Systeme nach europäischem Vorbild etablieren.

– In die gleiche Kerbe schlägt Österreichs führender Nahostexperte, Heinz-Christian Strache: „Falsche Romantik“ halte er „für falsch“, und es stelle sich die Frage, wie man „mit einem allfälligen Wahlsieg der ‚Gebrüder Muslim’  umgehen würde. Außerdem fühle er sich in seiner alten Forderung nach einem Kopftuchverbot bestätigt: „Wie kann man der Gefahr ins Auge blicken, wenn sie einen Vollschleier trägt?!“

– Klare Worte fand wie immer auch Österreichs Außenminister Michael Spindel­egger, der gestern im TV-Polit-Magazin „Talk like an Egyptian“ erklärte, jetzt sei „nicht der richtige Augenblick, sich voll auf eine Seite zu stellen.“, so Spindelegger. „Außerdem mache ich mir als Minister und Vertreter des österreichischen Steuerzahlers große Sorgen um den Verbleib von Entwicklungshilfegeldern: Pro Jahr zahlt Berlin im Durchschnitt 64 Millionen Euro. Von den USA erhält Ägypten 1,3 Milliarden Dollar Militärhilfe pro Jahr sowie Wirtschaftshilfe in Höhe von 700 Millionen Dollar – soll das jetzt alles für den Husni gewesen sein?!“, schloss Spindelegger.

Während Brüssel in beschämender Art und Weise untätig dabei zusieht, wie die deutsch-österreichischen Exklaven Luxor, Hurghada und Sharm el Sheik vom Mob der Straße eingenommen werden,

während tausende verzweifelte Touristen heuer ins absolute Sommerloch zu fallen drohen, und

während dem verdienten Helden der Freizeit-Bewegung und obersten ägyptischen Irre-Führer, Husni Mubarak, für wahnwitzige Ideen wie Freiheit und Demokratie offenbar das 30-Jahre-Jubiläum als Ausnahmezustands-Autokrat verwehrt soll,

erkennen nur wenige Politiker das wahre Bedrohungs-Potenzial der letzten Tage:

– Der ehemalige republikanische Präsidentschaftskandidat John McCain, z.B., warnt vor einer Beteiligung der Muslimbruderschaft an einer Übergangsregierung in Ägypten. „Die ‚Gebrüder Muslim’ sind eine radikale Gruppe, der es in erster Linie darum geht, die Scharia anzuwenden. Sie ist durch und durch antidemokratisch, vor allem in Bezug auf die Rechte von Frauen“, sagte der bekannte Feminist McCain dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL. „Die kabaretteuse Gruppierung“ arbeite mit Terrororganisationen zusammen und sollte von jeglicher Regierungsverantwortung ausgeschlossen werden.

- Aber auch der weltweit anerkannte Ägyptologe Herbert Scheibner (BZÖ) warnte vor „unkontrollierbaren Entwicklungen“ und sprach von einer Gefahr durch die islamistische ‚Mopedbruderschaft’, die, wie er sagte, nur auf den Tag X warten würde. Europa dürfe nicht in ein idealistisch hochstilisiertes Kabarett verfallen und glauben, man könne in Staaten, die keinerlei humoristische Strukturen und Erfahrungen haben, krampfhaft über Nacht satirische Systeme nach europäischem Vorbild etablieren. 

- In die gleiche Kerbe schlägt Österreichs führender Nahostexperte, Heinz-Christian Strache: "Falsche Romantik" halte er „für falsch“, und es stelle sich die Frage, wie man „mit einem allfälligen Wahlsieg der ‚Gebrüder Muslim’  umgehen würde.
Außerdem fühle er sich in seiner alten Forderung nach einem Kopftuchverbot bestätigt: „Wie kann man der Gefahr ins Auge blicken, wenn sie einen Vollschleier trägt?!“
 

– Klare Worte fand wie immer auch Österreichs Außenminister Michael Spindel­egger, der gestern im TV-Polit-Magazin „Talk like an Egyptian“ erklärte, jetzt sei „nicht der richtige Augenblick, sich voll auf eine Seite zu stellen.“, so Spindelegger.

„Außerdem mache ich mir als Minister und Vertreter des österreichischen Steuerzahlers große Sorgen um den Verbleib von Entwicklungshilfegeldern:

Pro Jahr zahlt Berlin im Durchschnitt 64 Millionen Euro. Von den USA erhält Ägypten 1,3 Milliarden Dollar Militärhilfe pro Jahr sowie Wirtschaftshilfe in Höhe von 700 Millionen Dollar – soll das jetzt alles für den Husni gewesen sein?!“, schloss Schindelegger.