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Wiener SportklubUnsere Kolumne Jausengegner in den Alszeilen des Wiener Sportklub: Ausgabe vom 22.05.2015 | Heimspiel gegen Rapid Amateure

Heute kommt die Rapid. Willkommen! Dieser Kolumne wurde die Gnade der frühen Geburt zuteil. Wir hatten in ihrem Verfassungs-Rang (Freitag vor Donaufeld) noch keine Ahnung, ob der Sportklub heute

 

1) schon als fixe Haltestelle in der nächstjährigen Bim-Liga
2) immer noch als Teil des VOR-Fahrplans
3) im Stadion jetzt im Stadium ¨situationselastisch¨

aufläuft.

Wir sehen einander also heute in der Dornbacher Toleranz-Arena trotz oder wegen der Schlacht am Donaufeld, die entweder historisch traumatisches Amsel- oder sich vom Tabellenende abspaltendes Knittel- war. Wir verschwenden die letzten Hernalser Alkoholreserven, weil`s 1) a scho wurscht is 2) so schee is 3) bistudeppert spannend is. Jedenfalls verschütten wir einen guten Teil des Saftls, da wir wie geschüttelt unsere Schlüssel schütteln, um 1) endlich aus dem als schlechter Scherz verkleideten Traum aufzuwachen 2) dem Nachbarn zu bedeuten ¨Schau, super! Ich hab ihn nach der Siegesfeier wieder gefunden!¨ 3) ¨Pick eam an eine!¨ zu skandieren. Freilich wird auch der Schiedsrichter einiges für ein faires, sportliches Match tun können. Strittige Entscheidungen kommentiert der Fan von Welt gewohnt souverän und mit der Gelassenheit der geschulten Fachkraft 1) ¨Geh, Schiri!¨ 2) ¨Geh, Schiri!¨ 3) Geh, Schiri! Heast, Schiri!! Geh, Schiri, heast!!! Schiiiiiiiriiiii!!!!¨. Erfahren wir in der Pause die Spielstände der anderen Partien, wundern wir uns 1) über überhaupt nix mehr 2) über überhaupt nix mehr 3) über überhaupt nix mehr.

1) Bis 2) nächstes 3) Jahr!

Come on, Sportklub!

Gott lebt in Hütteldorf und macht Österreich zum Weltmeister

Gott lebt in Hütteldorf und macht Österreich zum Weltmeister

Himmlisch! Der SK Rapid wird in seinem neuen Stadion über eine eigene Kapelle verfügen. Und wir dachten schon, “St. Hanappi” sei Geschichte. So kann die grün-weiße Gemeinde direkt in Hütteldorf heiraten und auch ihre Kinder taufen lassen. Eine schöne Entwicklung: die Verschmelzung von Kirche und Fußball … weiterlesen auf vienna.at

Wie schwul sind Austria und Rapid?

„Schwuler, schwuler WSK“, intonierten am Dornbacher Sportclubplatz einst die sprachlich wohl raffiniertesten AnhängerInnen der Regionalliga Ost, die Fans des FAC-Team für Wien. Adressat der informativen Botschaft: der Heim-Sektor, die Fans des Wiener Sportklubs auf ihrer “Friedhofstribüne”. Klare Botschaft, übersichtlich formuliert, eingängiger Vortrag in Liedform … weiterlesen auf vienna.at

Speckstangerln und Bier werden während der Zeit des Winterschlafes nicht aufgenommen

Wiener SportklubUnsere Kolumne Jausengegner in den Alszeilen des Wiener Sportklub: Ausgabe vom 08.11.2013 | Heimspiel gegen SK Rapid (A)

Heute kommt die Rapid. Dann kommt der Winterschlaf.
Winterschlaf oder Hibernation bezeichnet einen schlafähnlichen Zustand, in den der gemeine Sportklubfan unter Herabsetzung seiner Körpertemperatur während der fußballfreien Zeit verfällt. Der echte Sportklubfan verwandelt sich – vereinfacht ausgedrückt – im Herbst von einem  Tribünentier in ein Tiefschlaftier, indem seine Körpertemperatur auf annähernd Tabellenkellertemperatur abfällt. Während dieser Zeit verlangsamen sich Atmung und Herzschlag. Die Energie, die notwendig ist, um die Lebensfunktionen des Sportklubfans während der Schlafphase aufrechtzuerhalten, kommt aus den während des Sommers angetrunkenen Fettdepots.

Die Sportklubfans suchen im Herbst an Orten Unterschlupf, wo sie geschützt sind, die sie mit Hoffnungsschimmern und Meisterträumen ausstaffieren und wo sie meist gemeinsam mit zusammengezogenem, abgekugeltem Körper und geschlossenen Augenlidern ruhen. Ihr normaler Alkoholspiegel sinkt dabei meist auf lediglich ein Achtel des üblichen ab. Alle Körperfunktionen sind in diesem Zustand stark vermindert. Die Atmung ist schwach, der Herzschlag verlangsamt und die Empfindlichkeit gegenüber äußeren Reizen gering. Absonderungsprodukte des Darmkanals und der Leber sammeln sich bei Spotklubfans im Winterschlaf im unteren Teil des Darms an und werden gleich nach dem Erwachen ausgeschieden. Speckstangerln und Bier werden während der Zeit des Schlafes nicht aufgenommen – höchstens in den gelegentlichen Wachphasen. Friedhofstribünler verkleinern während des Winterschlafes sogar Magen und Darm um die Hälfte, Leber und Nieren um etwa 30 Prozent. Ein spezielles schwarz-weißes Fettgewebe, das im Schulter- und Nackenbereich der Tartan-Armisten liegt, dient zusätzlich dem Energierückgewinn. In der Spätphase des Aufwachens wird der Körper vor allem durch mediale Berichterstattung über den WSK wieder auf Normaltemperatur gebracht. Hormonelle Einflüsse und Muskelzittern sorgen zusätzlich dafür, dass die Schluck- und Singfunktionen wieder auf Normalbetrieb umgestellt werden.
Ende des diesjährigen Winterschlafs: 28. Feber 2014.
Come on, Sportklub!

Urlaub im Kopf

BierbeckenUnsere Kolumne Jausengegner in den Alszeilen des Wiener Sportklub. Ausgabe vom 24.08.2012 | Heimspiel gegen Rapid Amateure

 

 

Heute kommt die Rapid. Mit der Zweier-Panier. Dem zweiten Anzug.
„Panier“ ist aber bekanntlich im Österreichsichen nicht nur das schöne Wort für Bekleidung, sondern auch für die Bröselhülle von gebackenen Speisen. Als ausgewiesene Jausen-Gegner halten wir uns jedoch eher an eine dritte Definition: paniert sein = betrunken sein.
Ein Mitglied des Forums auf sportclubplatz.com verwendet den schönen Footer „Saufen ist Urlaub im Kopf.“ Zugegeben, dieser Satz ist nicht sehr alkoholfrei, verspricht aber zumindest einen Kurzurlaub. (Sollte er länger dauern, würden wir relativ dringend raten, Arzt oder Reisebüro aufzusuchen.) Klingt außerdem viel geschmeidiger, wenn man sich für einen versäumten Termin nicht wegen eines Katers entschuldigt, sondern per lässigem „Sorry, ich hatte einen Jetlag!“.
Und wir, die im Sommer gehaltvoll Daheimgebliebenen, die wir über die Medien tagtäglich an den internationalen Katastrophen leiden: Hermann Maier kann Armin Assinger gerade noch vor dem Ertrinken retten. Österreich hält sich als eine der wenigen Nationen noch an das Olympische Motto „Dabei sein ist alles“ und erhält dafür nicht einmal eine Medaille. Und der einzige, der Gold hat, ist der Onkel Frank. Und der kommt bekanntlich aus Amerika – und vom Fußball …
Ok, auch der Sportklub hat bis heute nur 3 Punkte gemacht. Aber umgerechnet in Schilling sind das immerhin mehr als 41!
Wenn wir also nach der neuen Frank’schen Regel rechnen, verfügen wir jetzt schon über einen Punktestand, der am Ende der letzten Saison für Rang 6 gereicht hat – und das nach 3 Runden!
Wir sollten uns also vielleicht doch an die Zeilen des Ostbahn-Kurti erinnern: „Horchts, was euch der Onkel sagt!“
Aber wer schafft das schon, ohne paniert zu sein? Kurze Sommerfrische!
„Panieren“ trägt im Österreichischen allerdings noch eine Bedeutung, die uns das ganze Sommerlochrechnen ersparen würde: „den Gegner hoch schlagen“.
Come on, Sportklub!

Nächste Ausgabe & nächstes WSK-Heimspiel: Freitag, 07.09.2012 WSK – SKU Amstetten