Unser Hippie Onkel Hans und seine Grundkonsens-Schickeria

[Unsere aktuelle Kolumne „fotosafari“ auf kabarett.at]

Wer hätte das gedacht:
WIR haben mehr Oskars als olympische Herren-Skimedaillen.Aber WIR wollen hier nicht weiter Bennie-bashen, schließlich wäre auch UNSEREN Curling-Cracks keine Krone aus dem Backenzahn gefallen, wenn sie UNS erwartungsgemäß zu höheren Ehren gewischt hätten. Außerdem holen WIR das im nächsten „Olympia“-Sommer in den Bewerben „Wehrsport“ und „Schlagend Verbinden“ locker wieder auf!

Aber apropos Krone:
Der defacto Staats- und Regierungschef UNSERES schönen Landes (Berge, Natur!) litt die letzten Tage unverblümt an Schnupfen, da sich die Kandidatin für den de jure Staatschefposten zu schlampert von dieser dings … na! … die … „Vergangenheit“ – genau, das war’s! – distanziert hat.
Aber dem sozialromantischen Hippie-Onkel und seiner Grundkonsens-Schickeria hat sie’s gezeigt, UNSERE Babsi! Könnt’ ja jeder daherkommen und Erklärungen verlangen.
Aber gut, weil Du’s bist, Oheim!
Wenn Du mir mit dem A… ins Gesicht fährst, dann fahr ich Dir gern mit dem Gesicht in den A… – machma:
Na und dann hat sie, die Babsi – eidesstattlich und notariell überwacht – mit einer Inbrunst eine zukunftsweisende Lesung wider die Dings gehalten, dass es der Leserbriefseiten nur so die Red’ verschlagen hat: Bist du, bist du!
Wenn der Oberdings, … der mit der gestutzten Rotzbremse, das damals gehört hätte, hätt’ er sich nachher nicht auf die schlechten asiatischen Winterreifen im späteren Wolgograd ausreden müssen, sondern wär’ gleich z’ausblieben und hätte die Sendung „Zeichnen, Malen, Formen“ erfunden!
Und der Onkel war gleich den Schnupfen los! (Nur vom Lesen! Da werden wir wohl an einer Seligsprechung nicht vorbeikommen.)

Na und jetzt, wo UNSERE Babsi auf so hohem Niveau sich selbst und ihren Mann gleich dazu bewältigt hat, werden die Probleme Hypo-Skandal, 400.000 österreichische Arbeitslose und der schlechte Frühjahrsstart der Rapid gleich mit rechts gelöst, gelt, Babsi?
WIR dürfen schließlich nicht vergessen, dass UNSERE Mutterkranz schließlich auch noch andere Sorgen hat: Die Gemeinderatswahlen in Niederösterreich am 14. März.
Dort steht sie nämlich ihrer widerrufenen Gesinnungsgemeinschaft vor und bildet die stahlblaue Speerspitze.
Es wird also in den einzelnen Gemeinden neu gewählt – nicht innerhalb der Landes- oder gar Bundesgrenzen. Daher plakatiert Babsis Partei hier auch konsequent und richtig:


Denn zwischen den einzelnen Gemeinden in Niederösterreich muss offenbar ein fürchterlicher Bruderzwist ausgebrochen sein!
Immer wieder hört man von illegalen Grenzübertritten von Schmarotzern fremder Gemeinden! Immer mehr Scheinehen werden geschlossen, um sich das Aufenthaltsrecht in der Nachbargemeinde zu erschleichen!
Wacker versucht man, die Grenzen zu sichern, in dem der Assistenzeinsatz der Freiwilligen Feuerwehren ausgeweitet wird, um mit Wasserwerfern und Gulaschkanonen die illegalen Übertritte zu verhindern. Doch leider aussichtslos!

Trotz Nachtsichtgeräten kommt es immer wieder vor, dass hinterfotzige Fremdburschen mit immer gefinkelteren Tricks (Leitern!) sich den Weg in die Mansarden der schönen Gemeindemädchen ebnen, um schließlich dort Asylmissbrauch in den sozialen Hängematten zu treiben!

Und während man etwa noch zwischen Sebenstein und Neunkirchen auf ökologische Schutzwalltechnologie setzt (der Pitten-Bach), geht man in der weinviertler Gemeinde Obersiebenbrunn schon weiter und hat gegen Untersiebenbrunn eine Mauer errichten lassen, auch wenn der Gemeindevorstand gegenüber der Untersiebenbrunner Feindpresse noch vor ein paar Tagen verlauten ließ:

„Ich verstehe Ihre Frage so, dass es in Untersiebenbrunn Menschen gibt, die wünschen, dass wir die Bauarbeiter von Obersiebenbrunn dazu mobilisieren, um eine Mauer aufzurichten. Mir ist nicht bekannt, dass eine solche Absicht besteht. Die Bauarbeiter unseres Obersiebenbrunn beschäftigen sich hauptsächlich mit Wohnungsbau, und ihre Arbeitskraft wird dafür voll eingesetzt. Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!“

Wie viele Menschen dadurch von einem Tag auf den anderen getrennt wurden – Gott weiß es.
Mütter und Töchter, Neffen und Onkeln, Männer und Frauen, Padres und Buben!
Wie groß muss die Verzweiflung sein, wenn für die Lieben auf der anderen Seite nichts bleibt, als Parolen an der Mauer!

Und statt dass die junge, knospende Liebe zart sich den Weg durch Blümchenkleid und Schamesröte bahnt, und er leise in ihr Ohr haucht „Scheiß BH-Verschluss!“, müssen die Kinder der Sonne sich ihrer gegenseitigen Liebe durch Mauerparolen vergewissern.

Wenn er schreibt:

Und sie liebestrunken, vor Sehnsucht vergehend antwortet:

Wir sind ja keine Anhänger vom Dings … nie gewesen! … aber seien wir uns ehrlich:
Ein kleiner Kohl g’hörert wieder her!!
Ein Rosenkohl, gelt, Babsi?

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